MANNA VOM 9. JUNI
In der Welt habt ihr Drangsal; aber seid gutes Mutes, ich habe die Welt überwunden – Joh. 16:33.
Es gab keine Belohnung irdischen Wohlstands für die Treue des Herrn, sondern das Gegenteil wurde erzielt: Entbehrung und Verfolgung selbst bis zum Tod. Er war ein „Mann der Schmerzen und mit Leiden vertraut“, die Schmähungen derer, die Gott schmähten, fielen auf Ihn. Obwohl Er reich war, wurde Er um unsertwillen arm, so arm, daß Er sagte: „Die Füchse haben Höhlen, und die Vögel des Himmels Nester, aber der Sohn des Menschen hat nicht, wo er das Haupt hinlege.“ ... Und der Diener steht nicht über seinem Meister: wenn sie Ihn verfolgt haben, so werden sie auch uns verfolgen, und die Schmähungen derer, die Ihn schmähten, werden auch auf uns fallen. Die einzige gegenwärtige Belohnung, nach der die Nachfolger Christi Ausschau halten können, ist die im Herzen empfundene Offenbarung der Liebe und Anerkennung des Herrn.
Zu den Bedrängnissen, die das Volk des Herrn ertragen muß, kann man die Nachteile der gegenwärtigen bösen Zustände, den andauernden Widerstand des Widersachers, die Verfolgung seitens der Welt und den Widerstand des Fleisches, besonders durch Erschöpfung, Krankheit und Sorgen, zählen. Der Herr gibt uns als Entschädigung für diese Nachteile ausgleichende geistliche Segnungen. Dadurch sind wir in der Lage, uns inmitten der jetzigen Ungleichheit zu freuen und auf den Sieg zu hoffen, denn unser Herr hat die Welt auch besiegt.
Joh. 15:19-25; 16:2, 3; Apg. 14:22; Röm. 5:3-5; 2. Tim. 3:12; Hebr. 10:32-34; 12:5-13; Offb. 3:19; Joh. 14:1, 27; Röm. 8:35-37; Gal. 6:14; 1. Joh. 4:4; 5:4.