MANNA VOM 8. JUNI
Der, welcher einen Sünder von dem Irrtum seines Weges zurückführt, wird eine Seele vom Tode erretten und eine Menge von Sünden bedecken – Jak. 5:20.
Wenn wir andere auf verbotenen Pfaden wandeln sehen, auf dem Weg der Übertreter, sollen wir ihnen nicht nachfolgen, um ihnen daraus zu helfen, sondern ihnen den richtigen Pfad zeigen, indem wir darauf bleiben und sie auf ihn aufmerksam machen. Wenn wir sehen, daß einige sich selbst durch Doktrinen und Belehrungen von Menschen, von denen wir wissen, daß sie grundsätzlich falsch sind, verwirren, sollen wir, um ihnen herauszuhelfen, nicht durch diese Doktrinen hindurchwaten. Wir sollen sie jedoch daran erinnern, daß das Studium irgendeiner Doktrin, die nicht mit der Grundlage übereinstimmt, nicht nur ein Mißbrauch geweihter Zeit ist, sondern daß jeder leichtfertige Umgang mit Dingen, von denen wir wissen, daß sie Irrtümer sind, falsch und gefährlich ist, so wie jede Verletzung des Gewissens und des Prinzips gefährlich ist.
Der Sünder, auf den sich diese Schriftstelle bezieht, ist im allgemeinen jemand, der vom Weg abgeirrt ist, wie V.19 zeigt. Dieser Vers bezieht sich besonders auf die Große Schar, die gegen ihre Weihegelübde gesündigt hat. Ihr Lauf bringt sie ständig in Gefahr, weiter in die Eigensinnigkeit zu gehen und schließlich im Zweiten Tod zu landen (Hebr. 6:4-6). Gottes Volk hatte das Vorrecht, sich zu bemühen, solche Personen aus ihrer Gefahr zu befreien und dadurch eine Menge von Vergehen der Eigensinnigen mit dem Kleid der Gerechtigkeit Christi zu bedecken.
Ps. 19:7; 51:13; Mt. 18:3; Lk. 22:32; Apg. 3:19; Jak. 5:14-19; Mt. 18:15-17; 1. Kor. 5; 1. Tim. 1:19, 20; Hebr. 3:12-14; 10:25; Gal. 6:1; 1. Joh. 5:16; Offb. 7:14.