MANNA VOM 27 . MAI
In der Demut einer den anderen höher achtend als sich selbst – Phil. 2:3.
Paulus ermahnt, daß alle die Gnade der Demut pflegen und in jeder Angelegenheit darauf achten sollen, „nichts aus Streitsucht oder eitler Ruhmsucht“ zu tun, und daß Eigenlob und Bestrebungen, andere zu überragen, völlig beseitigt werden müssen, da sie die größten Feinde des Geistes des Herrn und der Segnung der Kirche sind. Im Gegenteil, jeder sollte eine bescheidene Gesinnung haben, damit er die guten Eigenschaften seiner Mitbrüder wahrnehmen und wenigstens einige von ihnen als seine eigenen übertreffend schätzen kann. Man darf niemals erwarten, alle Talente und Fähigkeiten in einer einzelnen Person in einer Versammlung vorzufinden. So kann also jeder, der bescheiden gesonnen ist, bei anderen bestimmte gute Eigenschaften oder Gnaden, die seine eigenen übertreffen, wahrnehmen. Und es sollte ihm Freude machen, sie anzuerkennen und ihren Besitzer dementsprechend zu achten.
Unter bescheidener Gesinnung [nach der KJV] verstehen wir Demut. Demut ist eine richtige Selbsteinschätzung, und damit unsere Selbsteinschätzung richtig ausfällt, muß sie bescheiden sein, denn, ob wir uns vom Standpunkt unserer physischen, geistigen, moralischen oder religiösen Eigenschaften betrachten, das Urteil über uns muß sein, daß wir nicht viel sind. Eine solche Selbsteinschätzung achtet natürlich andere höher als sich selbst, denn man blickt auf ihre Eigenschaften mit größerer Wertschätzung als auf die eigenen.
REPRINTS
Röm. 12:3, 10, 16; 1. Petr. 5:5; Phil. 2:5-11; Ps. 138:6; Spr. 15:33; 16:19; 25:6, 7; Jes. 57:15; Jer. 45:5; Mi. 6:8; Mt. 11:29; 20:26, 27; 23:12; Lk. 14:10; Joh. 13:14-16.