MANNA VOM 26 . MAI
Die Erkenntnis bläht auf, die Liebe aber erbaut – 1. Kor. 8:1.
Alle, die danach trachten, andere über den göttlichen Plan zu unterrichten, sind besonderen Versuchungen ausgesetzt. Aus diesem Grund erfordert die Ehre, dem Herrn und Seinem Volk zu dienen, sowohl ein entsprechend größeres Maß an Gnaden des heiligen Geistes als auch an Erkenntnis. Deshalb sollte jeder, der andere belehren und ein Mundstück des Herrn sein möchte, all die verschiedenen Gnaden des heiligen Geistes pflegen, einschließlich der Sanftmut, damit diese (zusammen mit der Liebe) in Verbindung mit Erkenntnis ihn selbst sowie auch diejenigen, denen er dient, auferbauen können.
Die natürliche Neigung der Erkenntnis besteht darin, ihren Besitzer aufzublähen. Seine Verteidigung gegen einen solchen Hochmut ist ein demütiges Anerkennen, daß diese Erkenntnis nicht seine eigene Erfindung, sondern eine Gabe Gottes ist. Die natürliche Neigung der Liebe besteht darin, uns im Verabscheuen, Vermeiden und Widerstehen des Bösen und in den Gnaden, in der himmlischen Gesinnung und in dem geweihten Gebrauch unserer fleischlichen Glieder zu erbauen. Außerdem besteht sie darin, die Elemente der Christusähnlichkeit zu stärken, auszugleichen und zu vervollkommnen.
Röm. 11:25; 12:16; Spr. 3:7; 26:12; Jes. 5:21; 1. Kor. 13; Joh. 15:9-17; Röm. 12:9, 10; 1. Tim. 1:5; 1. Petr. 1:22; 1. Joh. 4:7-21.