MANNA VOM 9 . FEBRUAR
Kehre wieder, meine Seele, zu deiner Ruhe! Denn Jehova hat wohlgetan an dir – Ps. 116:7.
KOMMENTARE
Die Gewohnheit des Denkens des Christen ist wahrhaftig sehr eng mit seinem geistlichen Fortschritt oder Rückschritt verbunden, so wie sie auch eine Anzeige seines geistlichen Zustandes ist. Und gute Gewohnheit des Denkens bedarf einer sorgfältigen Pflege. Mit „Gewohnheit des Denkens“ meinen wir den normalen Zustand, in den der Sinn gewohnheitsmäßig (charakteristischerweise) in Augenblicken der geistigen Muße zurückkehrt. Während wir mit den Pflichten des Lebens beschäftigt sind, müssen wir unsere Geisteskräfte notwendigerweise auf die bevorstehende Arbeit konzentrieren, denn wenn wir etwas nur mechanisch tun und ohne unsere Gedanken darauf zu konzentrieren, können wir es nicht gut verrichten. Doch sogar hierbei wird uns der christliche Grundsatz, der im Charakter gut gefestigt ist, unbewußt leiten. Aber wenn die Anstrengung der Arbeit und der Aufmerksamkeit für eine Zeitlang aufgehoben wird, sollte die gefestigte Gewohnheit des Denkens wie die Nadel eines Kompasses zum Pol rasch zu ihrer Ruhe in Gott zurückkehren.
Das christliche Leben ist ein solches, in dem es vom Standpunkt des Fleisches aus viel Verwirrung und Unruhe gibt, und die Gefahr für den Christen unter diesen Verhältnissen liegt darin, dieser Verwirrung und Unruhe zu erlauben, ein Teil seines Charakters zu werden. Um diese Neigung zu besiegen, ist ein beständiges Zurückkehren zum Vertrauen in den guten Willen und die gute Absicht des Herrn ihm gegenüber, wie es im Wort zum Ausdruck kommt, notwendig, denn in solchem Vertrauen auf den Herrn durch das Wort findet er Ruhe und Frieden inmitten von Trübsal und Verwirrung.
REPRINTS
Hi. 34:29; Ps. 1:1, 2; 4:8; 25:12; 29:11; 85:8; 119:165 RLB; 125:1, 5 REB; Spr. 3:13-26; Jes. 26:3, 12; 28:12; 32:2, 17, 18; 53:5; Lk. 1:79; Joh. 14:27; 16:33; Apg. 10:36; Röm. 10:15; Phil. 4:7, 9.