Das waren die Worte eines der ernsthaftesten und treuesten Läufer für den Preis der Hohen Berufung der Evangeliums-Kirche. Der Redner war ein Mann des Glaubens, ein Mann des Verständnisses, ein Mann mit einem festen und unerschütterlichen Ziel und mit furchtlosem Mut – ein weiser Mann im biblischen Sinne, wenn auch ein Narr nach weltlicher Einschätzung. Sein Weg, wie auch der der anderen elf Apostel, war, dessen sind wir sicher, erfolgreich; denn der Verfasser der Offenbarung sagt bei der Beschreibung des himmlischen Jerusalems: „Und die Mauer der Stadt hatte zwölf Grundsteine und auf ihnen zwölf Namen der zwölf Apostel des Lammes“ (Offb. 21:14). Und am Ende seines Weges hinterließ uns der Apostel in der vollen Gewissheit des Glaubens dieses triumphale Zeugnis: „… Ich habe den guten Kampf gekämpft, ich habe den Lauf vollendet, ich habe den Glauben bewahrt; fortan liegt mir bereit die Krone [der Siegeskranz] der Gerechtigkeit, die der Herr, der gerechte Richter, mir als Belohnung geben wird an jenem Tag“. Und dann, immer eingedenk der anderen Glieder des Leibes, die noch im Wettlauf sind, fügte er hinzu: „Nicht allein aber mir, sondern auch allen, die sein Erscheinen liebgewonnen haben“ (2. Tim. 4:6-8).
Wenn man den Weg der siegreichen Läufer der Vergangenheit betrachtet, gibt es viel Ermutigendes und Hilfreiches für alle, die sich noch darum bemühen, ihre Berufung und Erwählung sicher zu machen; denn selbst der Apostel Paulus, stark und kühn wie er war, erinnert uns daran, dass er ein Mensch war, der in gleicher Weise wie wir von Leidenschaften beherrscht wurde; dass er, während er noch im Kampf des christlichen Krieges stand, nicht darauf zählte, dass er das Ziel für den Preis bereits erreicht hatte, noch dass er bereits vollkommen war. Er sagt uns, dass er, wie wir alle, ein Gesetz in seinen Gliedern erkannte, das gegen das Gesetz seines Sinnes kämpfte, und dass er es für notwendig hielt, seinen Willen ständig zu betätigen, um den Leib unter Kontrolle zu halten – Apg. 14:15; Phil. 3:12; Röm. 7:23; 1. Kor. 9:27.
Wenn Paulus und alle anderen Apostel und geliebten Heiligen der frühen Kirche Menschen von gleichen Empfindungen wie wir waren, und in gleicher Weise von Schwächen und negativen Einflüssen, Bedrängnissen und Verlockungen umgeben waren; und wenn auch sie häufig von Versuchungen und Prüfungen heimgesucht wurden, die all ihre Kraft aufforderten, damit sie sie überwinden konnten, dann haben wir in ihrer Überwindung die Gewissheit, dass auch wir durch die Gnade, die uns und ihnen verheißen wurde, überwinden können, wenn wir, wie sie, wir uns ihrer bedienen.
Der Apostel war sich seiner eigenen unerschütterlichen Treue und der Treue der anderen Apostel und seiner Mitarbeiter so sicher, dass er der Kirche sagen konnte: „Wie ihr uns zum Vorbild habt“ (Phil 3:17; 2. Thes. 3:7-9; 1. Kor. 4:9).
Sie waren edle Vorbilder – in Treue, Eifer, Geduld, Ausdauer und wahrer christlicher Tapferkeit und Heldenmut. Während viele von denen, die in der Kirche eher unauffällige Positionen innehatten, in ihrem Bereich zweifellos ebenso treu waren, nimmt der Apostel Paulus als Führer und Pionier des Glaubens unter den Heiden eine herausragende Stellung ein. Ganz am Anfang seines christlichen Weges sagte der Herr: „Denn ich werde ihm zeigen, wie vieles er für meinen Namen leiden muss“ (Apg. 9:16). Paulus brauchte nicht lange, um die Wahrheit dieser Vorhersage zu erfahren; aber anstatt dass die Aussicht ständiger Drangsal ihn bedrückte, freute er sich über das Vorrecht, dem Herrn auf diese Weise seine Liebe zu bezeugen. „Und nun siehe“, sagt er, „gebunden im Geist, gehe ich nach Jerusalem, weiß nicht, was mir dort begegnen wird, außer dass der Heilige Geist mir von Stadt zu Stadt bezeugt und sagt, dass Fesseln und Bedrängnisse auf mich warten. Aber ich achte mein Leben nicht der Rede wert, damit ich meinen Lauf vollende und den Dienst, den ich von dem Herrn Jesus empfangen habe: das Evangelium der Gnade Gottes zu bezeugen“ (Apg. 20:22-24).
Wir hören das Zeugnis des Apostels von seinen eigenen Erfahrungen: „In Mühen um so mehr, in Gefängnissen um so mehr, in Schlägen übermäßig, in Todesgefahren oft. Von den Juden habe ich fünfmal 40 Streiche weniger einen bekommen. Dreimal bin ich mit Ruten geschlagen, einmal gesteinigt worden; dreimal habe ich Schiffbruch erlitten, einen Tag und eine Nacht habe ich in Seenot zugebracht; oft auf Reisen, in Gefahren von Flüssen, in Gefahren von Räubern, in Gefahren von meinem Volk, in Gefahren von den Nationen, in Gefahren in der Stadt, in Gefahren in der Wüste, in Gefahren auf dem Meer, in Gefahren unter falschen Brüdern; in Mühe und Beschwerde, in Wachen oft, in Hunger und Durst, in Fasten oft, in Kälte und Blöße; außer dem übrigen noch das, was täglich auf mich eindringt: die Sorge um alle Gemeinden. Wer ist schwach, und ich bin nicht schwach? Wer nimmt Anstoß, und ich brenne nicht?“ (2. Kor. 11:23-33).
Durch all diese Bedrängnisse hindurch jagte der Apostel auf das Ziel zu, um den Preis der Hohen Berufung zu gewinnen. Das Ziel, das es zu erreichen galt, war Heiligkeit – jene Heiligkeit, die jeden Gedanken gefangen nimmt unter den Willen Gottes, den Sinn Christi, unterwirft. (2. Kor. 10:5) Das war das große Ideal, das Paulus unentwegt verfolgte; und sicherlich gab er in seinem Leben den Beweis für ein ständiges Wachstum in der Gnade. Unter Prüfungen von großer und immer größerer Härte entwickelte sich sein Charakter zu den anmutigsten und schönsten Proportionen. Dasselbe zeigt sich auch in den Charakteren der anderen Apostel und Heiligen, obwohl ihre Aufzeichnungen nicht so vollständig wie die des Apostels der Heiden zu uns gelangt sind.
Durch all diese Bedrängnisse hindurch strebte der Apostel auf das Ziel zu, um den Siegespreis der hohen Berufung zu gewinnen. Das Ziel, das es zu erreichen galt, war Heiligkeit – jene Heiligkeit, die jeden Gedanken gefangen nimmt unter den Gehorsam des Christus (2. Kor. 10:5). Das war das große Ideal, das Paulus unentwegt verfolgte; und sicherlich gab er in seinem Leben den Beweis für ein ständiges Wachstum in der Gnade. Unter Prüfungen von großer und immer größerer Härte entwickelte sich sein Charakter bis zu den wunderbarsten und edelsten Eigenschaften. Dasselbe zeigt sich auch in den Charakteren der anderen Apostel und Heiligen, obwohl ihre Aufzeichnungen nicht so vollständig wie die des Apostels der Heiden zu uns niedergegangen sind.
Aber es ist besonders wichtig, dass wir beobachten sollten, wie unser geliebter Bruder Paulus in die Lage versetzt wurde, in einem so schwierigen Wettlauf so beständig zu laufen. Wie konnte er den Versuchungen und Bedrängnissen, denen er als Mensch mit den gleichen Leidenschaften wie wir alle ausgesetzt war, so deutlich widerstehen? Seine Antwort lautet: „Brüder, ich denke von mir selbst nicht, es ergriffen zu haben; eines aber tue ich: Ich vergesse, was dahinten, und strecke mich aber aus nach dem, was vorn ist, und jage auf das Ziel zu“ usw.
Hier sind vier Betrachtungen, über die wir sorgfältig nachdenken sollten:
Erstens: Der Apostel schätzte seine geistliche Stellung und Stärke demütig und nüchtern ein. Er fühlte sich nicht aufgeblasen, weil er ein auserwähltes Gefäß des Herrn war, das Seinen Namen vor den Heiden trug. Er betrachtete sich nicht als den großen Apostel und rühmte sich in keiner Weise. Und er war so weit davon entfernt, sich seiner geistlichen Errungenschaften zu rühmen, dass er die Kirche demütig daran erinnerte, dass er selbst ein Verlorener sein könnte, selbst nachdem er anderen gepredigt hatte, es sei denn, er würde weiterhin fest in seiner Unversehrtheit stehen und in der Gnade wachsen (1. Kor. 9:27). Und während er ihnen Christus als die Kraft Gottes und die Weisheit Gottes und das Model für ihre Nachahmung vor Augen hielt, erklärte er demütig, dass er sich bemühe, dem Muster Christi zu folgen, während er allein auf das Verdienst Seines Opfers vertraue, um seine eigenen Unzulänglichkeiten auszugleichen. So wurde er von dem größten Hindernis für die geistliche Entwicklung befreit – der Selbstzufriedenheit, denn wenn sich jemand dafürhält, einen zufriedenstellenden geistlichen Zustand erreicht zu haben, dann kann er von diesem Moment an den Anfang seines geistlichen Niedergangs datieren. Keine gegenwärtigen Errungenschaften können für einen aufrichtigen Nachfolger Christi, der sich fleißig bemüht, das vollkommene Vorbild nachzuahmen, zufriedenstellend sein. Nur wenn wir unsere Augen von Christus abwenden, kann die Selbstgefälligkeit ausgeübt werden, denn wenn unsere Augen voll auf das Vorbild gerichtet sind, sind unsere Mängel immer offenkundig. Und wenn wir sie aus den Augen verlieren, weil Stolz im Herzen ist, werden sie für die anderen nur um so offensichtlicher sein. Ein Christ sollte nur dann zufrieden sein, wenn er verwirklichen kann, dass er kontinuierlich in der Christusähnlichkeit wächst [Manna vom 11. Juni; Hervorhebung von uns]. Wie der Apostel sollte er bedenken, dass er weder bereits alles erreicht hat noch vollkommen ist, sondern dass er sich noch im Wettlauf befindet und Fortschritte auf das Ziel hin macht. Und zweifellos war es die Tatsache, dass er sich selbst als nicht vollkommen ansah und sich immer noch als schwach betrachtete, die den Apostel dazu brachte, die Gnade des Herrn zu suchen, die ihn immer in einer demütigen Einstellung des Sinnes hielt und ihm Mitgefühl für die Schwächen und Fehler anderer gab. Es sind diejenigen, die hochmütig und selbstgefällig werden, die sich bemühen, den Splitter aus dem Auge ihres Bruders zu ziehen, und dabei den Balken in ihrem eigenen Auge vergessen.
Zweitens: Wir bemerken hier die Zielstrebigkeit des Apostels – „eines aber tue ich“. Er versuchte nicht, mehrere Dinge zu tun. Wenn er es getan hätte, wäre er sicher gescheitert. Er gab sein Leben dem einen Zweck, zu dem er berufen worden war, hin, und dafür gab er jedes andere Ziel im Leben auf. Er tat das auch angesichts der Tatsache, dass der von ihm gewählte Weg das ganze gegenwärtige Leben lang gewisse Verluste, Entbehrung, Mühen, Sorge, Verfolgung und ständige Schmähungen einbringen würde. Durch diese Zielstrebigkeit wurde er von vielen Versuchungen, sich abzuwenden, um einige von den guten Dingen dieses gegenwärtigen Lebens zu genießen oder um einigen von ihren täuschenden Seifenblasen nachzugehen, befreit [Manna vom 12. Juni; Hervorhebung von uns].
Drittens stellen wir fest, dass er entschlossen war, die Dinge hinter sich zu vergessen. Hätte er zugelassen, dass sein Sinn immer wieder zu den aufgegebenen Schätzen der Vergangenheit zurückkehrt, um zu überdenken, wie groß das Opfer war, das er gebracht hatte, indem er sich der Sache des verachteten und gekreuzigten Einen widmete, wäre er vielleicht zuerst in Versuchung geraten, zu verzweifeln, und später zurückzukehren und zu versuchen, die Dinge hinter ihm wiederzuerlangen. Andererseits hätte er das Bild seiner Christenverfolgungen und seiner Zustimmung zu ihrem Martyrium vor sich sehen können, sich fragen, ob der Herr ihm vergeben hatte, und sich ständig für seine Blindheit verurteilen können, wodurch er seinen Seelenfrieden eingebüßt und seine Nützlichkeit beeinträchtigt hätte. Aber nachdem er die Vergebung in Christus angenommen hatte, legte er auch das ab, obwohl er sich häufig mit zerschlagenem Herzen auf die Angelegenheit bezog, und der Gedanke schien sein ganzes Leben zu beeinflussen, so dass er sich umso mehr bemühte, seine Wertschätzung für die gewährte Gnade zu bezeugen und anderen gegenüber langmütig zu sein, wie Gott es ihm gegenüber gewesen war (1. Kor. 15:9, 10; Phil. 3:6; Eph. 3:8; Gal. 1:13; 1. Tim. 1:12-16). Es war in der Tat weise von ihm, die Dinge hinter ihm zu vergessen!
Viertens richtete er seinen Blick auf die Dinge, die vor ihm lagen – sein Glaube ergriff die Verheißungen Gottes mit solcher Festigkeit, dass sie für ihn lebendige Realitäten waren, die Eifer und Treue weckten. Bei den himmlischen Themen ließ er seinen Sinn verweilen, wie er es auch anderen riet, indem er sagte: „Alles, was wahr, alles, was ehrbar, alles, was gerecht, alles, was rein, alles, was liebenswert, alles, was wohllautend ist, wenn es irgendeine Tugend und wenn es irgendein Lob gibt, das erwägt“ (Phil. 4:8). Auf diese Weise richtete er seinen Blick nach vorne auf die Dinge, die vor ihm lagen; und so müssen auch wir unsere Inspiration zur Heiligkeit und unseren Mut zur Ausdauer und zur treuen Bewahrung sammeln, sogar bis zum Tod. Die Gewohnheit des Denkens des Christen ist wahrhaftig sehr eng mit seinem geistlichen Fortschritt oder Rückschritt verbunden, so wie sie auch eine Anzeige seines geistlichen Zustandes ist. Und gute Gewohnheit des Denkens bedarf einer sorgfältigen Pflege.
Mit „Gewohnheit des Denkens“ meinen wir den normalen Zustand, in den der Sinn gewohnheitsmäßig (charakteristischerweise) in Augenblicken der geistigen Muße zurückkehrt. Während wir mit den Pflichten des Lebens beschäftigt sind, müssen wir unsere Geisteskräfte notwendigerweise auf die bevorstehende Arbeit konzentrieren, denn wenn wir etwas nur mechanisch tun und ohne unsere Gedanken darauf zu konzentrieren, können wir es nicht gut verrichten. Doch sogar hierbei wird uns der christliche Grundsatz, der im Charakter gut gefestigt ist, unbewusst leiten. Aber wenn die Anstrengung der Arbeit und der Aufmerksamkeit für eine Zeitlang aufgehoben wird, sollte die gefestigte Gewohnheit des Denkens wie die Nadel eines Kompasses zum Pol rasch zu ihrer Ruhe in Gott zurückkehren [Manna vom 9. Februar; Hervorhebung von uns]. „Kehre zurück, meine Seele, zu deiner Ruhe! Denn der HERR hat dir Gutes erwiesen“ (Ps. 116:7). Lasst den so zeitweise befreiten Sinn nicht in irdischen Dingen kriechen und schwelgen, sondern lasst ihn zu seiner Ruhe und Erfrischung in der Betrachtung dessen zurückkehren, „alles, was rein, alles, was liebenswert, alles, was wohllautend ist“ – zu jener Schönheit der Heiligkeit, die das Zeichen, das Ziel oder das Ende unserer Hohen Berufung ist, deren Erreichung mit dem „Preis“ belohnt wird – Herrlichkeit, Ehre und Unsterblichkeit. Wie der Dichter es so schön ausgedrückt hat:
„Lass mich deine Klarheit
Schau’n im Geist und in der Wahrheit;
Lass mein Herz überwärts
Wie ein Adler schweben
Und in dir nur leben.”
Mögen Gedanken über Gott, Christus und die würdigen Heiligen der Vergangenheit und Gegenwart, über das Erbteil des Königreichs, über die Glückseligkeit unserer zukünftigen Arbeit in Zusammenarbeit mit Christus, über die Größe und die Güte des göttlichen Planes und die Herrlichkeit und Glückseligkeit unseres Versammeltwerdens zu Christus, wenn unser Werk des gegenwärtigen Lebens beendet sein wird, unsere Sinne füllen und unsere Herzen inspirieren. Und neben diesen Betrachtungen wollen wir auch den zusätzlichen Trost und die Glückseligkeit des persönlichen Umgangs und der Gemeinschaft mit Gott durch das Gebet und Studium Seines Wortes sowie durch unsere Zusammenkunft zur Anbetung und zum Lob empfangen[Manna vom 13. Juni; Hervorhebung durch uns].
Fünftens stellen wir den energischen Eifer des Apostels fest, der nicht nur in der Betrachtung und dem Verlangen nach der Schönheit der Heiligkeit und der himmlischen Herrlichkeit nach vorne gerichtet war, sondern auch ernsthaft auf das Ziel für den Preis zu jagte. Es reicht nicht aus, dass wir diese Dinge betrachten und uns danach sehnen, wir müssen auch um sie laufen, danach streben, sie zu erlangen, und durch die Gnade Gottes studieren und uns bemühen, so zu laufen, dass wir sie erlangen. In diesem Zusammenhang sehen wir eine neue Schönheit in der Ermahnung des Apostels an einer anderen Stelle: „Lasst uns nun eifrig sein (d.h. bemühen wir uns, arbeiten wir daran), in jene Ruhe einzugehen“ [Hebr. 4:11]. Je härter wir daran arbeiten, den Willen des Herrn in uns selbst und in dem Teil Seines Werkes, das uns anvertraut wurde, zu erfüllen, desto größer ist unser Friede und unsere wahre Ruhe. Lasst alle Treuen Mut schöpfen und sich auch vom Beispiel und der Lehre des treuen Apostels für uns Heiden leiten lassen, der selbst so erfolgreich bis zum Ende seines Laufes gelaufen ist; denn dieselbe Gnade ist auch uns verheißen.
In den obigen Worten des Apostels gibt es noch einen weiteren Gedanken, und wir tun gut daran, ihn zu betrachten. Dieser ist: so wie sein treuer und erfolgreicher Weg ein würdiges und sicheres Beispiel für die Kirche war, so sollte auch jeder Jünger Christi bedenken, dass sein Beispiel Einfluss auf andere haben wird. Jeder Christ sollte danach streben, ein nachahmungswürdiges Vorbild zu sein - ein Vorbild des ernsthaften und treuen Bemühens, Christus in seinem täglichen Leben nachzuahmen, und des aktiven Eifers in Seinem Dienst. Wir können nicht erwarten, im jetzigen Leben Vorbilder der Vollkommenheit, der endgültigen moralischen Herrlichkeit und Schönheit der Heiligkeit zu sein. Ein solches Vorbild haben wir nur in Christus, unserem Herrn. In diesem Sinne sagte Paulus auch niemals: „Folget mir oder folget uns nach“, sondern er sagte: „Seid meine Nachfolger, gleichwie ich Christi“ (1. Kor. 11:1 LB).
Der Apostel war ein großartiges Beispiel des ernsthaften Strebens, die Vollkommenheit zu erlangen, aber nicht der endgültigen Vollkommenheit, die nur in Christus war. Seinen Eifer und seine starke Ernsthaftigkeit des Strebens, Christus nachzuahmen und Seinen Willen auszuführen, sollten wir nachzueifern suchen [Manna vom 10. Februar; Hervorhebung von uns]. Betrachten wir all diese lobenswerten Beispiele, während wir uns bemühen und sagen: „Ich jage auf das Ziel (des Charakters) zu, hin zu dem Kampfpreis (um ihn zu erlangen) der Berufung Gottes nach oben in Christus Jesus“. R1884-1886