MANNA VOM 24 . OKTOBER
Und als sie ihn wegführten, ergriffen sie einen gewissen Simon . . . und legten das Kreuz auf ihn, um es Jesu nachzutragen – Lk. 23:26.
KOMMENTARE
Wir haben uns oft gefragt, wo waren Petrus, Johannes und Jakobus, daß sie die Bürde des Meisters nicht gesehen haben und Ihm zur Hilfe geeilt sind? Wenn wir dazu neigen, Simon um das Vorrecht zu beneiden, dem Meister beim Tragen des Kreuzes behilflich gewesen zu sein, sollten wir daran denken, daß viele Brüder des Herrn täglich symbolische Kreuze tragen und daß wir das Vorrecht haben, ihnen zu helfen, und daß der Herr sich bereit erklärt, jeden Dienst, der Seinen treuen Nachfolgern erwiesen wird, so anzurechnen, als sei er Ihm persönlich erwiesen worden. . . . So wie das hölzerne Kreuz nicht die schwerste Bürde unseres Herrn war, so haben auch Seine Nachfolger Kreuze zu tragen, die die Welt nicht sieht, die die „Brüder“ aber verstehen sollten. „Traget einer des anderen Lasten, und also erfüllet das Gesetz des Christus“.
Wegen Seines geschwächten Zustands beanspruchte das Kreuz Jesus in unerträglicher Weise über seine Kräfte hinaus, und Gott beschaffte dann die benötigte Hilfe, auch wenn Simon ein unfreiwilliger Helfer war. Die Schriftstelle deutet an, daß Jesus das Kreuz da trug, wo die Balken zusammentreffen. Somit trug Er den schwereren Teil. Sicherlich trug Jesus ein schwereres Kreuz als unser Kreuz. Beim Tragen unseres Kreuzes stellen wir fest, daß Jesus den schwereren Teil trägt. Er berücksichtigt unsere Verfassung, Er kennt unsere Schwachheit, deshalb geht Er uns voran, indem Er den schwereren Teil unserer Last trägt und uns somit durch Seine Gnade befähigt, trotz aller Hindernisse bis zum Ende auszuharren.
1. Mo. 49:24, 25; 50:20; 1. Sam. 2:6-9; Esr. 6:22; Neh. 6:16; Est. 7:10; Ps. 17:13; 76:10; Spr. 16:7; 21:1.