MANNA VOM 1 . OKTOBER
Ich will auf meine Wege achthaben, daß ich nicht sündige mit meiner Zunge; ich will meinen Mund im Zaum halten, solange der Gottlose vor mir ist – Ps. 39:2 – REB.
KOMMENTARE
Jede Person mit Erfahrung wird wahrscheinlich völlig mit der Behauptung übereinstimmen, daß die Zunge in ihrem Einfluß mächtiger als irgendein anderes Körperteil ist, sei es zum Guten oder zum Bösen. Die Erfahrung lehrt auch, daß es der großen Mehrheit leichter fällt, irgendein anderes Organ zu beherrschen als die Zunge. Sie ist eine so geschickte Dienerin, daß jeder Ehrgeiz, jede Leidenschaft und jede Neigung der gefallenen Natur versucht, sie als eine Dienerin oder einen Kanal des Bösen zu benutzen. Deshalb ist seitens des Christen vermehrte Wachsamkeit, Weisheit und Sorgfalt erforderlich, um dieses Körperteil zu beherrschen und es der neuen Gesinnung in Christus zu unterwerfen, damit es für ihn oder für andere kein Hindernis werde, sondern im Gegenteil eine Hilfe auf unserem schmalen Weg.
Alle, denen es an Verschwiegenheit fehlt, neigen dazu, mit ihrer Zunge zu sündigen, und sie äußern Dinge, die gegenüber Gott, gegenüber ihnen selbst und gegenüber anderen ungerecht sind. Selbst diejenigen, die ein hohes Maß an Verschwiegenheit haben, sind nicht ganz frei von diesem Fehler. Für beide Klassen, besonders für die erste, ist es notwendig, auf ihre Neigungen, Gedanken, Beweggründe, Worte, Handlungen, Umgebungen und die Einflüsse, die auf sie einwirken, achtzugeben, um das Richtige zu sagen und zu vermeiden, das Falsche zu sagen. Gottes Volk muß zu allen Zeiten danach trachten, seine Zunge zu beherrschen, und besonders muß es das in der Gegenwart der Gottlosen tun, die seine Worte mit selbstsüchtiger Absicht und bösen Vorhaben verdrehen werden, wie es die ganze Geschichte beweist.
Ps. 10:7; 12:3, 4; 15:1-3; 37:30; 141:3; 34:13; Hi. 38:2; 16:5; 27:4; Spr. 10:11, 13, 19-21, 31, 32; 11:12-14; 12:14-23; 13:2, 3; 14:3; 15:1, 2, 4, 7, 14, 23, 26, 28; 16:21- 24; 17:7, 27, 28; 18:6, 7, 13; 29:11, 20; Pred. 5:3, 7; Am. 5:13; Sach. 8:16; Mt. 12:37; Lk. 6:45; Eph. 4:22, 25, 29; Kol. 4:6; Jak. 1:19, 26; 3:2, 13; Offb. 14:5.