MANNA VOM 4 . SEPTEMBER
Furcht ist nicht in der Liebe, sondern die vollkommene Liebe treibt die Furcht aus, denn die Furcht hat Pein – 1. Joh. 4:18.
KOMMENTARE
Wirklich stark, beeindruckend und schrecklich ist der Einfluß der Furcht außer bei solchen, die den Herrn durch frühere Erfahrungen kennengelernt haben und Ihm auch da zu vertrauen gelernt haben, wo sie Seiner Spur nicht folgen können. Dem Riesen der Furcht und Verzweiflung müssen wir mit dem Kieselstein aus dem Bach: „es steht geschrieben“ entgegentreten. Die Schleuder des Glaubens muß das Wort der Verheißung mit solch einer Wucht schleudern, daß der Widersacher fällt und wir aus seiner Herrschaft befreit werden. . . . Auf diese Weise nur mit dem Wort Gottes gerüstet und unser Vertrauen auf Seinen Stecken und Stab setzend, dürfen wir ohne weiteres mutig sein und dem imponierenden Sektierertum antworten, wie David dem Philister antwortete: „Du kommst zu mir mit Schwert und mit Speer und mit Wurfspieß; ich aber komme zu dir im Namen Jehovas der Heerscharen, des Gottes . . . Israels, den du gehöhnt hast“.
Die Liebe erfreut sich an Gott und empfindet mit Ihm. Sie ist sich ihrer Einheit mit Gott bewußt und spürt den Geist der Sohnschaft Gott gegenüber, der durch das Herz ihres Besitzers fließt. Eine solche Liebe ist auf eine innige Bekanntschaft mit Gott durch Seinen Geist, Sein Wort und Seine Vorsehung gegründet. In ihrer Gemeinschaft mit Ihm stellt sie fest, daß Er absolut zuverlässig und der Hoffnung, der Liebe und des Gehorsams wert ist. Daher steht die Liebe, während sie Ihn als höchst vollkommen in Person, Charakter, Plan und Werken verehrt, nicht in Furcht vor Ihm. Furcht vor Gott würde in unseren Herzen eine solche Zurückhaltung gegenüber Gott bewirken, daß sie die Liebe zu Ihm austreiben würde. Umgekehrt befreit uns die Liebe zu Ihm von einer solchen Furcht vor Ihm.
5. Mo. 20:8; Ri. 7:3; Spr. 28:1; 29:25; Jes. 51:12, 13; Mt. 8:26; 26:69- 74; Röm. 8:15; 1. Kor. 13:4-7; 2. Tim. 1:7; 1. Joh. 4:16, 17.