MANNA VOM 19 . JULI
Den Kelch, den mir der Vater gegeben hat, soll ich den nicht trinken? – Joh. 18:11.
KOMMENTARE
Wie die Gnade der Demut in allen kleinen Angelegenheiten des Dienstes unseres teuren Erlösers herausragt; selbst in dem Augenblick, als Er sich Seinen Feinden ausliefert, rühmt Er sich nicht, daß Er Seinen Weg freiwillig gehe, und sucht auch keine Anerkennung als Märtyrer! Er erklärt die einfache Wahrheit, daß der Vater Ihn darum ersucht habe, damit Er Seine persönliche Loyalität Ihm gegenüber beweise. Er bekennt sich, ein Diener Gottes zu sein, ein Sohn, der an dem, was Er litt, den Gehorsam lernte. Vielleicht ist keine andere Lektion für die Nachfolger des Herrn notwendiger als die, daß man den Kelch, den der Vater einschenkt, bereitwillig austrinkt und anerkennt, daß der Vater unsere Angelegenheiten leitet und lenkt, weil wir als Jünger des Gesalbten Sein sind.
Der Kelch symbolisiert Erfahrungen der Freude und des Leids. Und da den Heiligen nichts geschieht und alle Dinge, die in ihr Leben eintreten, von dem Willen des Vaters herrühren, erkennen sie ihre Erfahrungen als den Kelch, den der Vater ihnen zu trinken anbietet. Wie es für ihren Meister eine Selbstverständlichkeit war, so sollte es auch für sie eine Selbstverständlichkeit sein, diesen Kelch immer mit einem zufriedenen Gemüt zu trinken und so weit wie möglich auch mit einem dankbaren und verständnisvollen Herzen zur Ehre Gottes und zum Nutzen für die anderen und für sich selbst.
Hi. 13:15; Ps. 119:75; Jer. 10:19; Mt. 20:22; 26:39, 42; Lk. 22:20; Röm. 5:3-5; 1. Kor. 10:16, 21; 2. Kor. 7:4; Phil. 3:8; Ps. 23:5; Ps. 116:13; Jes. 51:22, 23.