MANNA VOM 15 . JULI
Wenn ich alle meine Habe zur Speisung der Armen austeilen werde, . . . aber nicht Liebe habe, so ist es mir nichts nütze – 1. Kor. 13:3.
KOMMENTARE
Wenn wir anderen einen Dienst erweisen, sollen wir nicht vergessen, daß Geld nicht das Einzige ist, was die Leute dringend nötig haben. Manche brauchen kein Geld, sondern Liebe und Mitgefühl. Unser Herr war einer von diesen. Sein eigenes Herz, voller Liebe, fand verhältnismäßig wenig Gemeinschaft mit der mehr oder weniger niedrigen Gesinnung selbst der Edelsten des gefallenen Menschengeschlechts, die durch Seine Apostel repräsentiert wurden. Bei Maria schien Er die Tiefe der Liebe und Hingabe gefunden zu haben, was für Ihn ein süßer Wohlgeruch des Weihrauchs, der Erfrischung, der Stärkung und wie ein Tonikum war. Offensichtlich wußte Maria die Längen und Breiten des Charakters des Meisters besser zu würdigen als andere. Ihr machte es nicht nur Freude, zu Seinen Füßen zu sitzen, um von Ihm zu lernen, sondern auch um einen hohen Preis Ihm gegenüber ihre Hingabe, ihre Liebe zum Ausdruck zu bringen.
Die Worte des Apostels deuten auf die Möglichkeit des Gebens ohne selbstlose Liebe hin. Und wenn wir über diese Sache nachdenken, erkennen wir die Wahrheit seiner Aussage anhand der Tatsache, daß einige aus Prahlerei, einige zur Schau, einige zum Gewinn, und einige aus Neid und Streit geben. Anstatt daß aus einem solchen Geben Wohltaten hervorgehen, verdirbt dieses Geben sicherlich den Charakter. Damit das Geben sowohl für den, der gibt, als auch für den, der empfängt, ein Segen ist, muß das Geben der göttlichen Liebe entströmen.
REPRINTS
Joh. 13:34; 1. Kor. 13:1, 2, 4-13; 16:14; 2. Kor. 9:7; Mt. 6:1-4; 7:22, 23; Spr. 17:9; Gal. 5:6; 1. Thes. 4:9; 2. Thes. 1:3; 1. Tim. 1:5; 1. Petr. 4:8; 1. Joh. 3:14-18.