MANNA VOM 5. JUNI
Auf dich, Jehova, traue ich - Ps 31:1.
Es gibt nichts, was einen Christen in der Gegenwart seiner Feinde mehr benachteiligt, als das Loslassen des Ankers des Glaubens, auch wenn es nur vorübergehend ist. Ein Augenblick genügt, und Finsternis beginnt sich unvermeidlich um ihn herum auszubreiten. Er kann den Glanz des Angesichts seines Vater nicht sehen, denn „ohne Glauben aber ist es unmöglich, ihm wohlzugefallen“. Und während er versucht, sich wieder an den Anker zu klammern, greifen ihn die Mächte der Finsternis heftig mit Zweifel und Furcht an, die im allgemeinen auf seinen menschlichen Unvollkommenheiten beruhen. Er sollte stets im Sinn behalten, daß sie durch das Kleid der Gerechtigkeit Christi bedeckt sind. Wenn der Friede Gottes in unseren Herzen regieren soll, dürfen wir unseren Anker niemals loslassen und nicht zulassen, daß selbst Satans ärgster Kampf unseren Mut niederschlägt. Die Sprache unserer Herzen sollte immer sein: „Selbst wenn er mich tötete, will ich auf ihn vertrauen“.
Der Christ vertraut nicht auf sich selbst und auch nicht auf die Waffen des Fleisches, sondern sein Herz ruht in Jehova. Und welche Ruhe kann denn mehr Sicherheit schenken als die Ruhe, die wir an der Brust Jehovas dem Selbstexistierenden, Ewigen, Unsterblichen, Unabhängigen und Unbegrenzten erfahren haben! Die Verheißung und der Eid eines solchen Wesens sind allen Vertrauens wert. Unser Anker findet seine Ruhe in Ihm - in Seiner Person, Seinem Charakter, Seinem Plan und Seinen Werken.
1. Chr. 5:20; 2. Chr. 14:11; 20:12; Hi. 13:15, 16; Ps. 18:30; 22:4, 5; 27:1; 31:6, 14, 15; 34:1-12; 118:5-9; Spr. 3:5; Jes. 26:3; Dan. 3:17; Mi. 7:7; Hab. 3:19; Röm. 4; 2. Tim. 1:12; Hebr. 11.