MANNA VOM 17 . MAI
Sie werden euch aus der Synagoge ausschließen; es kommt aber die Stunde, daß jeder, der euch tötet, meinen wird, Gott einen Dienst darzubringen – Joh. 16:2.
Die Verfolgungen der heutigen Zeit sind feinerer Art als in irgendeiner früheren Zeit. Die Treuen unserer Tage werden nicht mit buchstäblichen Steinen gesteinigt oder mit buchstäblichen Pfeilen getötet oder buchstäblich enthauptet. Aber es trifft immer noch zu, daß die Gottlosen Pfeile auf die Gerechten abschießen, „bittere Worte“, und viele werden wegen ihrer Treue getadelt, verleumdet und von der Gemeinschaft abgeschnitten – „enthauptet um des Zeugnisses Jesu willen“. Sie alle sollten Stephanus, dem ersten christlichen Märtyrer, nacheifern. Sie sollten ihr Zeugnis wie er mit strahlendem Angesicht ablegen. Mit den Augen des Glaubens sollten sie Jesus zur Rechten der Majestät in der Höhe als ihren Fürsprecher und Befreier wahrnehmen. Ihre Worte sollten sich wie bei Stephanus durch Mäßigung kennzeichnen. Auf sie sollte zutreffen, was über ihn geschrieben steht: „voller Gnade und Kraft“ und „mit dem Heiligen Geist erfüllt“.
Alle Treuen haben Mißfallen erregt, und die Folge davon war, daß sie aus der Gemeinschaft des nominellen Volkes Gottes ausgeschlossen wurden. Da die treuen Angehörigen des Volkes Gottes in bezug auf ihr Werk, ihre Lehre, ihren Charakter und ihre Hoffnungen von denen, die nicht im Einklang mit dem Plan Gottes standen, mißverstanden wurden, sind sie von diesen als Feinde Gottes, als Feinde Seines Planes und Seiner Kirche angesehen worden. Folglich haben Letztere oft gemeint, Gott zu dienen, wenn sie die töteten, die wirklich Seine Kinder waren.
REPRINTS
Joh. 9:22, 34; 12:42; 16:3; Apg. 8:1; 9:1; Joh. 15:18-21; Röm. 10:2; 1. Kor. 2:8; 1. Tim. 1:13; Ps. 11:2; 38:20; 44:22; 56:5; 94:5; Spr. 29:10; Mt. 5:10-12, 44; 10:16- 18, 21-23, 28; 23:34; 24:8-10; Mk. 13:9-13; Lk. 6:22, 23; 21:12-19; Apg. 5:29, 40-42; Röm. 8:17, 35-37; 1. Kor. 4:9-13.