MANNA VOM 12 . FEBRUAR
Die Geduld aber soll ein vollkommenes Werk haben, damit ihr vollkommen und ganz seiet und es euch an nichts mangle – Jak. 1:4 - SL.
KOMMENTARE
Nicht ein einziger Schritt der Weiterentwicklung kann ohne das Ausüben dieser Gnade der Geduld erlangt werden, und nicht eine der Gnaden schmückt den Charakter des Christen schöner oder gewinnt mehr die Billigung des Gewissens der Welt oder verherrlicht mehr den Gott aller Gnade, dessen Wahrheit sie hervorruft. Die langmütige Sanftmut strebt ernsthaft danach, die Flut der menschlichen Unvollkommenheit und Schwäche aufzuhalten und bemüht sich mit gewissenhafter Sorgfalt das Ebenbild Gottes wieder zu erlangen; sie ist langsam zum Zorn und reich an Barmherzigkeit. Sie nimmt schnell die Pfade der Wahrheit und Gerechtigkeit wahr, und sie ist bereit, sofort auf ihnen zu wandeln; sie achtet auf ihre eigenen Unvollkommenheiten und hat Mitgefühl mit den Unvollkommenheiten und Unzulänglichkeiten der anderen.
Geduld ist die Eigenschaft des Herzens und des Sinnes, welche, indem sie Hindernissen mit einem fröhlichen Geist begegnet, bis zu dem Ende des Laufes, dem sie nachfolgt, ausharrt. Diese Eigenschaft ist für das Erlangen eines vollkommenen Charakters bei diesen Verhältnissen mit Hindernissen, die mit dem Leben des Christen verbunden sind, absolut erforderlich. Eine solche Eigenschaft wird jede andere Eigenschaft, die beim Christen verlangt wird, durchdringen und vollkommen machen. Deshalb ist sie eine der universalen Gnaden.
Ps. 37:7-9; Pred. 7:8; Kla. 3:24-27; Lk. 8:15; 21:19; Röm. 2:7; 5:3; 8:25; 12:12; 15:4, 5; 2. Kor. 12:12; Gal. 6:9; Kol. 1:10, 11; 1. Thes. 1:3; Hebr. 6:12, 15; 10:36; 12:1.