MANNA VOM 12 . DEZEMBER

Wie ein Mensch in seinem Herzen denkt, so ist er – Spr. 23:7 – KJV.

KOMMENTARE

Es ist die Pflicht der geweihten des Volkes des Herrn, sorgfältig die Unreinheiten zu entfernen und dafür zu sorgen, daß diese keinen Eingang in unsere Herzen und Gedanken finden, und sich dessen bewußt zu sein, daß falls sie Eingang finden, es folglich in einem größeren oder kleineren Ausmaß zu unserer Beschmutzung führen wird. Wer Reinheit im Denken bewahrt, der wird vergleichsweise wenig Mühe haben, Reinheit in Wort und Tat zu bewahren. Egal, ob die Unreinheit aus der einen oder anderen Richtung kommt – von der Welt, dem Fleisch oder dem Teufel – ihr Angriff muß zuerst auf die Gedanken erfolgen, und wenn sie dort zurückgewiesen wird, ist der Sieg errungen. Wenn sie nicht zurückgewiesen wird, wissen wir nicht, welche Folgen daraus entstehen können, wie der Apostel Jakobus (1:15) sagt: „Wenn die Lust [selbstsüchtige Begierden jeglicher Art] empfangen hat [in der Gesinnung], so gebiert sie die Sünde [entwickelt sie sündige Worte oder Taten]; die Sünde aber, wenn sie vollendet ist, gebiert den Tod.“

Im Kopf zu denken und im Herzen zu denken sind zwei verschiedene Sachen. Alle Arten von Gedanken dringen in den Verstand ein. Einige dieser Gedanken werden durch Satan, die Welt und das Fleisch in unsere Sinne eingeimpft, und einige werden uns durch Gott, Seine Diener und durch Sein Volk gegeben. Wir sind auch nicht zwangsläufig für den ersten Eintritt der Gedanken, die von äußeren Quellen in unsere Sinne übertragen werden, verantwortlich. Nur dann werden wir für unsere Gedanken verantwortlich, wenn wir sie beherbergen, denn dies veranlaßt uns, über sie in unseren Herzen nachzudenken, was bedeutet, daß unsere Zuneigungen an ihnen festhalten und unser Wille sie zu unseren eigenen macht, indem er sie ergreift. Nur solche Gedanken formen unseren Charakter. Wenn sie unrein, lasterhaft, mißtrauisch, empfindlich, stolz, eitel, feige, faul, streitsüchtig, gemein, gierig und heuchlerisch sind, geben sie uns einen Charakter mit den gleichen Eigenschaften. Wenn sie rein, edel, vertrauensvoll, langmütig, demütig, schlicht, tapfer, aktiv, friedsam, freundlich, freigebig, aufrichtig sind, werden sie uns einen Charakter mit den gleichen Merkmalen verleihen. Daher werden wir im Charakter so sein wie die Gedanken, die wir hegen.

REPRINTS

R 2890

DER FEINSCHLIFF DES CHRISTLICHEN CHARAKTERS

R 5246

DIE VERÄNDERNDE MACHT DER GEDANKEN

1. Mo. 6:5; 5. Mo. 5:29; 6:5; 1. Sam. 16:7; 1. Chr. 28:9; 2. Chr. 12:14; Ps. 22:26; 34:18; 51:10, 17; 57:7; Spr. 4:23; 15:13-15; Jer. 17:1, 9, 10; Mt. 15:19-21.

Hymns

196, 130, 198, 1, 136, 145, 8.

Poems of Dawn

118 : THY WILL BE DONE.