MANNA VOM 4 . NOVEMBER
Er machte sich selbst zu nichts und nahm Knechtsgestalt an – Phil. 2:7.
KOMMENTARE
So wie kein Mensch in der Lage ist, zwei Herren zu dienen, beide zufriedenzustellen und beiden gerecht zu werden, wenn ihre Interessen im Gegensatz zueinander stehen, können wir gleicherweise nicht Gott gefallen, Ihm und der Gerechtigkeit dienen und gleichzeitig für den Widersacher, dem „Fürsten dieser Welt“, der in dieser gegenwärtigen Zeitordnung herrscht, und für die, die im Einklang mit ihm sind, annehmbar sein. Alle vom geweihten Volk des Herrn, die sich Schätze im Himmel sammeln und Gott gegenüber reich werden wollen, müssen willig sein, unter denen zu nichts zu werden, die nicht geweiht sind und die, was auch immer ihr Glaubensbekenntnis sein mag, in Wirklichkeit dem Mammon, der Selbstsucht, dem gegenwärtigen Leben dienen und diese Interessen nicht opfern, um das Königreich zu erlangen.
Dieser Vers und seine vorhergehenden und nachfolgenden gehören, wenn sie genau übersetzt sind, zu den kraftvollsten Versen der Bibel, um zu zeigen, daß Jesus nicht nur nicht der allmächtige Gott war, sondern daß Er Seine vormenschliche Natur und Sein Amt aufgab, um ein Mensch zu werden. Und deshalb war Er, während Er auf der Erde war, kein Gott-Mensch, sondern Er war vor der Zeugung aus dem Geist nur ein vollkommener, sündloser Mensch. Der richtig übersetzte Ausdruck „Er entäußerte Sich selbst, indem Er Knechtsgestalt annahm“ bedeutet das Aufgeben Seiner vormenschlichen Natur und Seines Amtes mit ihrer Herrlichkeit; und der Ausdruck „indem Er den Menschen gleich geworden ist“ bedeutet Sein Annehmen der menschlichen Natur. Daher wurde Er in Natur und Eigenschaft eine genaue Entsprechung zu Vater Adam, und dadurch wurde es Ihm möglich, das Lösegeld für Adam und sein Geschlecht zu werden.
Joh. 1:14; 2. Kor. 8:9; Hebr. 2:9, 18; Röm. 5:18, 19; Jes. 42:1; 52:13- 15; 53:11; Mt. 20:27, 28; Lk. 22:27; Joh. 13:14.