MANNA VOM 29 . NOVEMBER

Laßt uns das Bekenntnis der Hoffnung unbeweglich festhalten, denn treu ist er, der die Verheißung gegeben hat – Hebr. 10:23.

KOMMENTARE

Gottes Verheißung ist die Grundlage, auf der alles, worauf wir hoffen, sei es bezüglich des Charakters oder der zukünftigen Herrlichkeit, gebaut ist. Laßt uns diese Wahrheit würdigen, so daß wir sie in keinem Sinne oder irgendeinem Maße gefährden. Laßt uns die Wahrheit nicht nur im Buchstaben, sondern auch im Geist festhalten – in der Liebe zu ihr, weil sie wahr und weil sie auch schön und großartig ist. Und laßt uns immer an die Wichtigkeit des geduldigen Ertragens denken, damit wir nicht nur die christlichen Gnaden entwickeln und ausüben, sondern damit wir die Prüfungen, Verfolgungen oder Schwierigkeiten, die Gott für geeignet halten mag, um sie zu unserer Prüfung und Charakterentwicklung zuzulassen, voller Freude annehmen. Er erklärt uns dazu, daß dies von höchster Wichtigkeit ist, und ohne dem kann die vollkommene Liebe weder erlangt noch aufrechterhalten werden.

Der Gedanke dieser Schriftstelle würde deutlicher sein, wenn das mit „Bekenntnis“ übersetzte Wort mit „Bekunden“ oder „Bekennen“ wiedergegeben worden wäre. Das Wort „Hoffnung“ [„Glauben“ in der KJV – Anm. d. Übers.] hat hier die Bedeutung von „Wahrheit“ (Jud. 3). Der Gedanke des Apostels scheint zu sein, daß wir im Verkünden der Wahrheit ausharren sollen, unerschrocken, furchtlos und standhaft, wie groß auch immer die Hindernisse sind, die im Weg stehen. Sein Gedanke kann am deutlichsten erkannt werden, wenn wir uns daran erinnern, daß er in diesem Kapitel zuerst Jesus im Heiligen und im Allerheiligsten beschreibt und dann die Unterpriester im Heiligen. In unserer Schriftstelle gibt er uns den Gedanken des Gegenbildes in bezug auf den Leuchter, der, wie er zeigt, die Kirche in ihrer Fähigkeit darstellt, Licht zu geben, nicht für diejenigen, die sich im Vorhof befinden, auch nicht für diejenigen, die sich im Lager befinden, sondern nur für diejenigen, die sich im Heiligen befinden. So gesehen erkennen wir, daß die Priesterschaft im Fleisch das Werk, sich gegenseitig in den tiefen Dingen zu erleuchten, durchführen sollte. Gott verheißt denjenigen Seine Gunst, die treu und standhaft in Seinem guten Werk ausharren. Es wird sich zweifellos herausstellen, daß Er unter allen Umständen treu in der Erfüllung Seiner Verheißungen ist.

REPRINTS

R 2790

GEDULD ALS CHARAKTEREIGENSCHAFT

R 5497

UNSERE HOFFNUNG – „EIN ANKER DER SEELE“

Hebr. 4:14; 1. Kor. 1:17, 18, 21, 31, 27-29; 2:1-8, 12, 13; 14:1-25; 2. Kor. 2:14-16; 3:12, 13; Kol. 1:23-29; 1. Thes. 2:3-12; 2. Tim. 2:15; Tit. 3:8, 9; Ps. 57:7; Mt. 10:22; 1. Kor. 15:58; Hebr. 13:9; 5. Mo. 7:8, 9; Jos. 23:14; 2. Sam. 7:28; 1. Kö. 8:23, 24, 56; Ps. 89:1, 2, 5, 8, 14, 24, 28, 33, 34; Jes. 54:9, 10.

Hymns

293, 11, 44, 70, 164, 260, 309.

Poems of Dawn

302b : THE GRANITE WALL