MANNA VOM 19 . AUGUST
Von aller Art des Bösen haltet euch fern – 1. Thes. 5:22.
KOMMENTARE
Die Ermahnung lautet, daß wir allem Bösen, egal ob es in einer guten oder einer schlechten Form auftritt, widerstehen und entgegentreten müssen. . . . Sich von jedem Anschein des Bösen fernzuhalten, ist ein anderer Gedanke - er unterscheidet sich von dem, welchen die Worte des Apostels ursprünglich lieferten. Nichtsdestoweniger stellt er einen gesunden Grundsatz dar. Sicherlich sollten wir uns nicht nur von bösen Dingen fernhalten, egal in welcher Form oder in welchem Gewand sie auftreten, sondern soweit wie möglich auch davon, Dinge zu tun, die wir für gut halten, die aber von unseren Freunden oder Nächsten mißverstanden und als schlecht gedeutet werden könnten. Der Geist eines gesunden Sinnes gebietet uns, daß wir nicht nur das Böse in allen seinen Formen meiden sollen, sondern auch alles, was einen bösen Anschein hat, damit unser Einfluß für den Herrn und die Wahrheit größer werde.
Es macht nur einen kleinen Unterschied, ob wir die eine Übersetzung („aller Schein des Bösen“) oder die andere Übersetzung („alle Art des Bösen“) dieser Schriftstelle annehmen, da beide einen Gedanken angeben, der wert ist, von uns angenommen und praktiziert zu werden. Sicherlich werden wir uns als solche, die die Gerechtigkeit lieben und das Böse hassen, von allen Arten des Bösen fernhalten, und sei es auch noch so unscheinbar. So werden wir uns auch von allem, was böse scheint, auch wenn es noch so unschuldig ist, fernhalten. Wir werden sowohl Ersteres, da es schlecht ist, vermeiden als auch Letzteres, weil sich Schlechtes daraus für uns und andere ergeben kann, wenn es nicht vermieden wird. Letzteres ist die Ursache dafür gewesen, daß sowohl der Einfluß einiger Kinder Gottes zum Guten untergraben wurde als auch die Schwachen und Irrenden zum Straucheln veranlaßt wurden. Glückselig sind wir, wenn wir beide Vorschriften ausüben!
2. Mo. 23:7; 1. Kor. 6:18; 8:1-13; Eph. 4:25-32; 2. Kor. 8:20, 21; 1. Thes. 4:3, 12; Phil. 4:9; Röm. 14:1-23; 2. Tim. 2:21-23.