MANNA VOM 1 . AUGUST
Tod und Leben sind in der Gewalt der Zunge – Spr. 18:21.
KOMMENTARE
Der Einfluß der Zunge ist größer als der aller unserer anderen Körperteile zusammengenommen. Deshalb besteht die wichtigste Arbeit für das Volk des Herrn hinsichtlich ihrer sterblichen Leiber und deren Dienst für den Herrn darin, die Zunge zu beherrschen. Ein paar Worte der Liebe, Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft – wie oft haben sie den ganzen Verlauf eines menschlichen Lebens verändert! Ja, wie viel haben sie mit der Gestaltung des Schicksals von Nationen zu tun gehabt! Und wie oft haben böse, unfreundliche und verleumderische Worte großes Unrecht angetan, den guten Ruf zerstört usw., oder, wie der Apostel erklärt, „den Lauf der Natur angezündet“, Leidenschaften, Streit und Feindschaften erweckt, an die zuerst niemand gedacht hätte! Kein Wunder, daß er feststellt, daß solche Zungen „von der Gehenna [dem zweiten Tod] angezündet“ sind!
Gemäß der Heiligen Schrift symbolisiert die Zunge wahre oder falsche Erkenntnis, die durch die Sprache ausgedrückt wird. Deshalb stimmt der Gedanke der Schriftstelle, daß Leben in der Gewalt der Zunge ist, mit der Ermahnung des Jakobus überein: „Nehmt das eingepflanzte Wort mit Sanftmut auf, das eure Seelen zu erretten vermag.“ Der Gedanke, daß der Tod in der Gewalt der Zunge ist, stimmt mit der Feststellung des Paulus über falsche Lehrer überein, daß ihr Wort wie der Krebs um sich frißt. Ganz gewiß sollten wir unsere Gedanken und Äußerungen behüten, da sie uns und unseren Zuhörern Leben oder Tod bringen. Das gegenwärtige Leid und die zukünftige Freude der Welt stehen in enger Verbindung mit dem, was gesprochen wird, entweder Gutes und Wahres oder Übles und Falsches.
REPRINTS
Ps. 12:3; 34:11-13; 140:3; Mt. 12:36, 37; 15:18, 19; Jak. 3:2-13; 1:26; Spr. 10:20, 21, 31; 11:30; 16:27; 18:4-8; 2. Tim. 2:23-25; Röm. 10:14, 15; 2. Kor. 2:16; Eph. 4:29; Kol. 4:6.