MANNA VOM 16. JUNI
Alle Züchtigung aber scheint für die Gegenwart nicht ein Gegenstand der Freude, sondern der Traurigkeit zu sein; hernach aber gibt sie die friedsame Frucht der Gerechtigkeit denen, die durch sie geübt sind – Hebr. 12:11.
Unter einer solchen Erziehung reift die Seele zu einer liebenden Unterwürfigkeit, die gelassen sagt: „Ich kann alles tun, kann alles ertragen durch Christus, der mich stärkt“. In dem Maße wie die Schlacken der alten Natur allmählich verzehrt werden und das Gold immer mehr zum Vorschein kommt, werden diese kostbaren Seelen ihrem liebenden Herrn immer teurer. So teuer sind sie Ihm, daß Er in jeder Bedrängnis nah bei ihnen ist, um sie mit Seiner Gnade aufrecht zu halten und durch Seine Gegenwart zu ermuntern. Die dunkelsten Schatten des Leidens werden zu den geheiligtsten Ruheorten der Erinnerung, wo der Morgenstern am hellsten strahlt.
Unter Züchtigung verstehen wir Gottes erzieherische Maßnahmen. Niemand ist in dem Moment, wenn er sie erhält, glücklich, sondern vielmehr traurig. Aber diejenigen, die es sich gefallen lassen, durch diese Züchtigungen in die richtige Bahn gelenkt zu werden, werden mit ihrer Hilfe in der friedsamen Entwicklung der Christusähnlichkeit Früchte bringen.
1. Kor. 10:13; Hebr. 10:32-34; Hi. 5:17; Spr. 3:11, 12; Ps. 94:12; 119:75; Jak. 1:12; Offb. 3:19; Apg. 14:22; 1. Petr. 5:9; Jak. 3:18.