MANNA VOM 23 . MAI
So seid auch ihr schuldig, einander die Füße zu waschen – Joh. 13:14.
Das bedeutet, daß die Jünger Christi eine gegenseitige wachsame Fürsorge für das Wohlergehen voneinander haben sollten, um sich einander rein, heilig und makellos zu bewahren und sich gegenseitig zu helfen, die Prüfungen, Versuchungen und Bedrängnisse der gegenwärtigen bösen Welt zu überwinden, die aus den drei Quellen der Versuchung stammen: „der Welt, dem Fleisch und dem Teufel.“ Nur wenn wir die verschiedenen Gnaden des Geistes wie Sanftmut, Geduld, Freundlichkeit, brüderliche Liebe und Liebe pflegen, können wir hoffen, anderen besonders hilfreich zu sein, diesen Schmuck des Charakters und der Reinheit des Lebens anzulegen und sich von den Beschmutzungen der Welt und des Fleisches zu befreien.
Der Herr hat bestimmt nicht an unsere buchstäblichen Füße gedacht, als Er uns ermahnte, einander die Füße zu waschen. Denn das wäre unter den gegenwärtigen Umständen das Gegenteil des Geistes, den Er zeigte, als Er Seinen Jüngern die Füße wusch. So wie Jesus ihnen durch das Waschen der Füße eine Annehmlichkeit erwies und ihnen auf diese Weise diente, so bedeutet Seine Ermahnung, einander die Füße zu waschen, für uns, einander in Liebe zu dienen, auch auf die bescheidenste Weise.
Mt. 4:19; 10:16-24; 20:25-28; 23:8-11; Joh. 4:36-38; Lk. 10:1, 2; Apg. 6:3, 4; 13:1-3; 20:24; Röm. 10:14, 15; 1. Kor. 9:16-20; 2. Kor. 5:18-20; Eph. 4:11, 12; Hebr. 5:4; Jes. 32:20; 52:11; Jer. 20:9; Mal. 2:6, 7; Joh. 13:13-17; 1. Kor. 3:7-10.