MANNA VOM 8 . DEZEMBER
Wenn die Welt euch haßt, so wisset, daß sie mich vor euch gehaßt hat – Joh. 15:18.
KOMMENTARE
So wie unser Meister ohne Grund gehaßt wurde, so soll es auch soweit wie möglich bei uns sein, so daß der Haß, die Bosheit, der Neid und das Mörderische, die über uns ausgeschüttet werden, völlig unverdient seien – daß unser Leben so rein wie möglich sei; daß, soweit wir dazu in der Lage sind, unsere Gedanken, Worte und Taten die Tugenden unseres Herrn verkünden und von unserer Liebe für alle Menschen zeugen, besonders für den Haushalt des Glaubens. Bald, wenn . . . die neue Zeitordnung vollständig eingeführt ist, werden sich die, die uns jetzt hassen, weil sie zum größten Teil vom Widersacher verblendet und verführt werden, vor dem Gesalbten des Herrn beugen, und es wird uns eine große Freude sein, sie aufzurichten, sie zu segnen, sie zu ermutigen, ihnen zu vergeben und ihnen zu helfen, zum vollen Ebenbild und zur Ähnlichkeit Gottes zurückzukommen.
Das Wort Welt wird in der Heiligen Schrift in verschiedenem Sinn gebraucht, d.h. für das Universum, für die Erde, für eine Zeitordnung der Dinge, für die Menschen, die mit ihr in Übereinstimmung sind und für das menschliche Geschlecht als Ganzes. Unser Herr wurde offensichtlich nicht vom ganzen menschlichen Geschlecht gehaßt, denn die wenigen Heiden, mit denen Er in Kontakt kam, ehrten Ihn. Vielmehr haßten Ihn die jüdischen religiösen Führer und diejenigen, die durch sie beeinflußt wurden. Sie haßten Ihn, weil Seine Lehren ihre Irrtümer widerlegten, Sein Beispiel ihre Heuchelei in Verruf brachte, Seine Bloßstellungen ihrem Ansehen schadeten, Seine Reformen ihre Bestrebungen gefährdeten, Seine Religion ihre Sekten untergrub und Sein Einfluß ihre Macht verminderte. Da „die Finsternis das Licht haßt“, wurde Gottes treues Volk während des Evangelium-Zeitalters vom nominellen Volk Gottes gehaßt, eben aus denselben Gründen, aus denen Jesus gehaßt wurde. Und so wird es auch bis zum Ende sein.
Ps. 41:9; Joh. 1:19-25; Jes. 53:1-3; Mt. 10:16-39; 24:9; Mk. 13:13; Lk. 21:17; 19:14; Joh. 16:2, 3; 17:14; 1. Joh. 3:1, 13.