MANNA VOM 24 . NOVEMBER
Darum übe ich mich auch, allezeit ein Gewissen ohne Anstoß zu haben vor Gott und den Menschen – Apg. 24:16.
KOMMENTARE
Unsere Gewissen benötigen eine Regulierung, ebenso wie alle anderen Bereiche unserer gefallenen Natur. Wenn unsere Gewissen reguliert werden sollen, müssen wir irgendein Richtmaß haben, womit man sie einstellen und regulieren kann. Das Gewissen ist wie eine Uhr, auf deren Zifferblatt die Stunden richtig markiert sind, aber deren Richtigkeit als Zeitmesser von der rechten Regulierung ihrer Hauptfeder abhängt, so daß sie die Stunden genau anzeigen kann. So verhält es sich auch mit unseren Gewissen: Sie sind bereit, uns anzuzeigen, was richtig und was falsch ist, aber wir können uns erst dann darauf verlassen, daß sie uns wirklich sagen, was richtig und was falsch ist, nachdem sie in Verbindung mit der neuen Hauptfeder, dem neuen Herzen, dem reinen Willen, reguliert und in vollen Einklang mit dem Gesetz der Liebe, wie es uns im Wort Gottes gezeigt ist, gebracht worden sind.
So wie die Gerechtigkeit das Fundament des Thrones Gottes ist, so sollte sie auch das Fundament aller unserer Handlungen als Kinder und Diener Gottes sein. Sie besteht aus Pflichtliebe zu Gott aus ganzem Herzen, ganzem Verstand, ganzer Seele und ganzer Kraft und aus Liebe zum Nächsten wie zu sich selbst. Wir dürfen sicher sein, daß jeder Dienst für Gott oder für Menschen, der entgegen den Forderungen der Gerechtigkeit geleistet wird, für Gott unannehmbar ist und anderen und uns schadet. Denn Gehorchen, d.h. Gerechtigkeit auszuüben, ist besser als Schlachtopfer, wenn das Opfer unter Verletzung der Gerechtigkeit ausgeführt wird. Wie St. Paulus sollten wir beständige Wachsamkeit ausüben, um Gott und den Menschen gegenüber gerecht zu handeln; und nur dadurch können wir ein Gewissen haben, das frei davon ist, uns anzuklagen, daß wir gegen den Herrn und unsere Mitmenschen sündigen. Dann werden unsere Opferhandlungen, die auf ein solches gutes Gewissen gegründet sind, in Ordnung und annehmbar sein, wenn sie im Einklang mit dem Geist, dem Wort und der Vorsehung des Herrn sind.
REPRINTS
Apg. 23:1; Röm. 2:14, 15; 9:1; 14; 1. Kor. 8:7-13; 10:27-31; 2. Kor. 1:12; 4:2; 1. Tim. 1:5, 19; 3:9; Hebr. 9:14; 10:22; 13:18; 1. Petr. 2:19; 3:16, 21; Spr. 28:1; Apg. 2:37; 1. Tim. 4:2.