MANNA VOM 6 . DEZEMBER

Eine erbrochene Stadt ohne Mauer: so ist ein Mann, dessen Geist Beherrschung mangelt – Spr. 25:28.

KOMMENTARE

Der Kampf mit sich selbst ist der größte Kampf, und das Wort des Herrn sagt uns: „Wer seinen Geist [seinen eigenen Sinn, Willen] beherrscht, ist besser, als wer eine Stadt erobert“, weil er insoweit gelernt hat, die Kampfbereitschaft eines wahren Charakters in der richtigen Richtung, in der Selbstbeherrschung, auszuüben. Erst nachdem wir im Kampf mit der Sünde und der Selbstsucht in uns beträchtliche Erfahrungen gesammelt haben - im Entfernen des Balkens aus unserem eigenen Auge, indem wir Zorn, Bosheit, Haß und Streit in unserem eigenen Herz und Fleisch besiegen – erst dann und aufgrund dieses harten Kampfes und dieser Erfahrung werden wir darauf vorbereitet sein, den Brüdern beizustehen und unseren Nächsten in ihren Schwierigkeiten zu helfen – ihnen zu helfen, ihre Bedrängnisse und Schwächen zu überwinden.

Das Wort Geist bedeutet hier Gesinnung; und keine Beherrschung über seinen Geist zu haben bedeutet, daß es einem an Selbstbeherrschung mangelt. Eine solche Person ist vom Standpunkt des Charakters aus ein Wrack. Salomo veranschaulicht dies anhand einer erbrochenen Stadt ohne Mauern. Demgemäß sind wir in unserer Gesinnung wie eine Stadt, unsere verschiedenen guten Eigenschaften entsprechen den Häusern, unsere guten Gedanken den Soldaten, die die Stadt verteidigen, und die Selbstbeherrschung entspricht der Stadtmauer. Außerhalb davon sind Sünde, Irrtum, Selbstsucht und Weltlichkeit als Soldaten unter Satan, ihrem General, und das Fleisch und die Welt als seine Leutnants. Diese wollen hauptsächlich unsere Selbstbeherrschung angreifen, und wenn sie diese niedergerissen haben, werden sie jeden guten Gedanken und jede gute Eigenschaft, die wir haben, verwüsten. Unser Hauptanliegen ist, einen Bruch in der Mauer der Selbstbeherrschung zu verhindern. Wenn wir so handeln, werden wir uns als Sieger in unserem Verteidigungskrieg erweisen, indem wir unsere symbolische Stadt vor einem Zusammenbruch bewahren.

REPRINTS

R 2877

„ENDLICH ABER SEID ALLE GLEICHGESINNT“

R 5652

DIE NOTWENDIGKEIT DER SELBSTKONTROLLE

Ps. 116:11; Spr. 14:29; 16:32; 19:2; 21:5; 23:2; 25:8; 29:20; Pred. 5:2; 7:9; Lk. 14:26, 27; Röm. 8:12, 13; 13:14; 14:1-15:5; 1. Kor. 6:12; 8:13; 9:12, 15, 18, 19, 23, 25- 27; Kol. 3:5; Tit. 2:12; 1. Petr. 4:1, 2; 2. Petr. 1:6.

Hymns

145, 136, 125, 267, 1, 183, 130.

Poems of Dawn

206 : WAIT UPON THE LORD.