R 4826
RICHTIGE GEWOHNHEITEN DES DENKENS
„Übrigens, Brüder, alles, was wahr, alles, was würdig, alles, was gerecht, alles, was rein, alles, was lieblich [liebenswert] ist, alles, was wohllautet, wenn es irgendeine Tugend und wenn es irgendein Lob gibt, dieses erwägt“ - Phil. 4:8.

Als Mundstück des Herrn erteilt der Apostel Paulus der Kirche hier Anweisungen, wie sie sich selbst aufbauen sollte. Unter Hinweis auf den großen Einfluss des Sinnes auf den Leib legt er bestimmte Regeln für das Denken nieder; denn wie ein Mensch denkt, so wird er werden. Je mehr er an gute Dinge denkt, desto mehr wird er sich zum Guten verändern. Je mehr er an böse Dinge denkt, desto mehr wird er sich zum Bösen verändern. Die Dinge, an die wir denken, sollten ehrenhaft, gerecht, lobenswert und edel sein, sagt der Apostel. Wenn eine Sache keine dieser Eigenschaften hat, sollte das Volk des Herrn überhaupt nicht daran denken. Eine wunderbare Veränderung des Charakters wird bewirkt, wenn man an Dinge denkt, die Weisheit und Tiefe der Unterweisung haben – an Dinge, die von niemand anderem als von Gott kommen.

„WENN DER GEIST DER WAHRHEIT GEKOMMEN IST, WIRD ER EUCH IN DIE GANZE WAHRHEIT LEITEN“

Der heilige Paulus war derjenige, der das Privileg hatte, den Herrn nach Seiner Himmelfahrt zu sehen. Wir erkennen, dass er, wie auch alle anderen Apostel, die Worte des Meisters in ihm erfüllt hatte: „Was irgend ihr auf der Erde binden werdet, wird im Himmel gebunden sein, und was irgend ihr auf der Erde lösen werdet, wird im Himmel gelöst sein“ (Mt. 18:18). Das heißt, die Apostel würden so von göttlicher Weisheit geleitet werden, dass alles, was sie im Leben für notwendig erklären, im Himmel aufrechterhalten würde, und alles, was sie für unnötig erklären würden, würde auch im Himmel als unnötig angesehen werden. Daher wird die gesamte Pflicht und Verantwortung der Kirche von diesem Apostel umrissen. Was auch immer wir in den alttestamentlichen Schriften sehen, das für uns wertvoll ist, erkennen wir als von unserem Herrn durch die Apostel festgelegt.

Vieles, was unser Herr sagte, wurde in rätselhaften Worten ausgedrückt. Die Auslegung einiger dieser Worte und einiger dieser besonderen Anweisungen überließ er den Aposteln unter der Leitung des Heiligen Geistes. Der Grund, warum Jesus die tieferen und mehr geistlichen Dinge nicht erklärte, war, dass die Jünger damals noch nicht geistgezeugt waren und diese Dinge nicht verstehen konnten; nach ihrer Geistzeugung waren sie jedoch in der Lage, die tieferen Dinge des Wortes Gottes zu verstehen.

Unser Herr sagte: „Wenn aber jener, der Geist der Wahrheit, gekommen ist, wird er euch in die ganze Wahrheit leiten; ... und das Kommende wird er euch verkünden“ (Joh. 16:13). Dies hat er durch die Schriften der Apostel und durch die Gläubigen während des gesamten Evangelium-Zeitalters getan. So bereitet der Herr die herrliche Vollendung unserer Hoffnung vor; und so bereitet sich die Braut auf die Hochzeit des Lammes vor, die in Kürze stattfinden wird.

„Behüte dein Herz mehr als alles, was zu bewahren ist; denn von ihm aus sind die Ausgänge des Lebens“ (Spr. 4:23). Dies sind inspirierte Worte des weisen Königs Salomo, und es war offensichtlich derselbe Gedanke, den der Apostel im Sinn hatte, als er die Worte unseres Textes niederschrieb. Wie schön ist dies, die letzte Ermahnung des Apostels an die Kirche in Philippi, die er liebevoll als seine „Freude und Krone“ bezeichnete; und wie sehr entspricht dies dem Gedanken, dass aus dem Herzen die Ausgänge des Lebens kommen!

Das Herz repräsentiert den Willen, die Absichten; der Wille muss wahrhaftig und auf Gott ausgerichtet bleiben, denn er ist die bestimmende Kraft des ganzen Menschen. Doch obwohl der Wille die kontrollierende Kraft des Menschen ist, ist er auch Einflüssen unterworfen. Wenn die Gedanken unrein, ungerecht oder unheilig sind, wird die Willenskraft mehr und mehr beeinträchtigt. Daher die Weisheit der Ermahnung des Apostels, wie unsere Gedanken beschaffen sein sollten. Bei denen, die danach streben, die Heiligkeit in der Furcht des Herrn zu vervollkommnen – sich mit der Schönheit der Heiligkeit zu schmücken – dürfen die Gedanken nicht vernachlässigt werden und dürfen nicht auf jeder Weide grasen, sondern müssen zur Erziehung auf reine und gesunde Nahrung ausgerichtet werden, wie der Apostel es anordnet.

DIE WAHRHEIT EINER SACHE IST NUR EINER DER TESTS

Ist dies wahr oder falsch? ist die erste Frage, die bei der Betrachtung einer Angelegenheit gestellt werden muss. Die Liebe zur Wahrheit ist die Grundlage eines gerechten Lebens, und wer mit Falschheit oder Übertreibung sympathisiert, verunreinigt sich mehr oder weniger selbst; wer aber seine Gedanken reinigt, reinigt in diesem Maße seinen gesamten Charakter. Mit unseren armen und unvollkommenen Gehirnen besteht die große Gefahr, dass wir in die Irre geführt werden; und daher ermahnt uns das Wort Gottes eindringlich, dass wir nicht anfassen sollen, was wir als unwahr erkennen.

Die Wahrheit einer Sache ist jedoch nur einer der Tests, denen wir jede Angelegenheit unterziehen sollten. Wer weiß nicht, dass es viele Dinge gibt, die wahr und doch unehrenhaft sind und unserer Gedanken nicht wert. Die wahren, aber unehrenhaften und unwürdigen Dinge, die sich uns zur Betrachtung darbieten, stehen vielleicht am häufigsten im Zusammenhang mit den Schwächen, Fehlern, Torheiten oder was auch immer unserer Nächsten, unserer Brüder und Schwestern. Wenn wir diese so unwürdigen Gedanken verwerfen, bleibt uns die Gelegenheit und die Energie, wenn wir wollen, für Dinge aufzuwenden, die sowohl ehrenhaft als auch wahr sind und unserer Aufmerksamkeit als Neue Schöpfung in Christus Jesus würdig sind.

„Alles was gerecht ist“. Hier haben wir eine weitere Einschränkung. Das, was gerecht ist, ist das, was richtig ist. Die Begriffe Recht und Gerechtigkeit sind synonym. Sehr oft wird angenommen, dass das, was gerecht ist, dasselbe ist wie das, was liebenswert ist; wie zum Beispiel die Goldene Regel: „Was du nicht willst, das man dir tu, das füg auch keinem anderen zu“. Dies ist nicht die Regel der Liebe, sondern der Gerechtigkeit. Wir haben kein Recht, anderen etwas anzutun, was wir nicht wollen, dass sie es uns antun. Wenn wir uns an die Goldene Regel halten, halten wir uns daher nicht an das große Gesetz der Liebe, aber wir machen einen Schritt in die richtige Richtung. Niemand sollte anfangen, über Liebe nachzudenken, bevor er nicht gerecht ist. Liebe wäre mehr als das, was richtig ist. Liebe ist mehr als Gerechtigkeit. Wir haben kein Recht, mehr als Gerechtigkeit zu erwarten. Was wir mehr als Gerechtigkeit erhalten, ist Liebe, Gunst.

GERECHTIGKEIT SOLLTE DIE REGEL UNSERES LEBENS SEIN

Wenn wir über die vom Apostel vorgeschlagenen Dinge nachdenken, sollten wir zunächst an unseren eigenen Weg denken. Wir sollten kritisch prüfen, ob wir immer an diese Dinge denken, die richtig und gerecht sind. Wir sollten in dieser Angelegenheit niemals voreingenommen sein. Gerechtigkeit sollte die Regel unseres Lebens, unseres Verhaltens sein. Wenn wir über diese Dinge nachdenken, denken wir natürlich auch an das Verhalten anderer. Wir könnten beispielsweise über den Einfluss verschiedener Dinge nachdenken. Wir könnten unsere Gedanken viel mit den Ungerechtigkeiten beschäftigen, die um uns herum und anderswo praktiziert werden; damit, wie viel Ungerechtigkeit in Afrika gegen diejenigen verübt wird, die sich selbst besser regieren könnten; damit, wie viel Ungerechtigkeit in der Wirtschaft verübt wird usw. So könnte es viel Kritik geben. Aber das sollte nicht Gegenstand unserer allgemeinen Gedanken sein. Wir sollten an die guten Dinge denken, an die höheren Dinge, an die freudigeren Dinge; nicht nur an die guten Dinge dieses Lebens, sondern auch an die gesegneten Dinge des kommenden Lebens; und so sollten unseren Sinn immer nach den Richtlinien der Gerechtigkeit ausrichten.

WIR SOLLTEN NICHT AUF DIE ZÜCHTIGENDE HAND DES HERRN WARTEN

Niemand kann Gerechtigkeit pflegen, bis er eine gewisse Wertschätzung dafür bekommt, was sie ist. Dieses notwendige Wissen wird durch die Heilige Schrift vermittelt. Einige werden mit einem ausgeprägteren Sinn für Gerechtigkeit geboren als andere, und einige werden geboren, die scheinbar keine Wertschätzung für Recht und Unrecht haben. Aber unabhängig davon, ob wir von Natur aus einen ausgeprägten Sinn für Gerechtigkeit haben oder nicht, ist die Bibel der Maßstab. Wie wir wissen, besagt die Heilige Schrift, dass wir anderen so begegnen sollen, wie wir selbst behandelt werden möchten, und dass wir anderen vergeben sollen, so wie wir uns wünschen, dass man uns vergibt. Wenn wir diese ersten Lektionen gut durchdacht haben, sind wir bereit, Gerechtigkeit zu pflegen und sie in unserem täglichen Leben in die Praxis umzusetzen. Dies tun wir, indem wir uns in Bezug auf unsere Worte und Taten fragen: Habe ich die Wahrheit gesagt? Und war es gerecht, sie zu sagen? War es richtig, sie zu sagen? War es in Übereinstimmung mit dem, was ich mir wünsche, dass andere in Bezug auf meine Angelegenheiten sagen? Habe ich das Richtige getan?

Wer in der Schule Christi ist, ist dort, um nach den Richtlinien der Gerechtigkeit und Liebe zu studieren und zu handeln. Es ist eine Arbeit für ein ganzes Leben. Wir stellen fest, dass wir uns von Tag zu Tag verbessern können. Wir sollten nicht darauf warten, dass der Herr uns züchtigt, sondern so sehr danach streben, dass der Wille des Herrn in uns geschieht, dass wir unsere Gedanken hinterfragen. Wir sollten umsichtig handeln. Wir sollten darüber nachdenken, was wir tun und was wir denken. Wir sollten unseren Gedanken nicht erlauben, abzuschweifen. Menschen, die dies tun, haben sich nicht im Griff. Der eigene Wille beherrscht das Leben. Zunächst sollten wir uns dem Herrn vollständig hingeben, indem wir Ihm unseren Willen, die Kontrolle über unsere Gedanken, unsere Worte und unsere Taten geben. Diejenigen, die die Kontrolle Christi über ihre Angelegenheiten akzeptiert haben, sind nicht frei, nach Belieben zu handeln. Sie sollen sich von Seinem Wort leiten lassen und nach Seinen Regeln leben. Unser Meister sagte: „Ein neues Gebot gebe ich euch, dass ihr einander liebt, damit, wie ich euch geliebt habe, auch ihr einander liebet“ (Joh. 13:34). Das ist mehr als Gerechtigkeit. Der Herr liebte die Welt so sehr, dass er Sein Leben für sie niederlegte. So sollten auch wir bereit und willens sein, unser Leben für unsere Brüder niederzulegen.

Wir dürfen nicht zulassen, dass unser Sinn nach Richtlinien strebt, die ungerecht wären. Wir müssen lernen, diesen Gerechtigkeitstest auf jeden unserer Gedanken, jedes unserer Worte und jede unserer Taten anzuwenden, während wir gleichzeitig lernen, das Verhalten anderer, soweit es die Vernunft zulässt, vom Standpunkt der Barmherzigkeit, des Mitleids, der Vergebung und der Hilfsbereitschaft aus zu betrachten. Aber wir können nicht vorsichtig genug sein, wenn wir jeden Gedanken, den wir hegen, jeden Plan, den wir ausreifen lassen, dahingehend kritisch hinterfragen, dass die Grenzen der Gerechtigkeit von uns in keiner Weise mit der Zustimmung unseres Herzens überschritten werden.

UNSER SINN SOLLTE VON REINEM UND LIEBENSWERTEM ERFÜLLT SEIN

Wenn wir unsere Gedanken unter dem Gesichtspunkt der Reinheit betrachten, sollten wir zunächst die Natur der Gedanken und zweitens ihren Einfluss auf andere berücksichtigen. Unsere Gedanken sollten nicht nur wahr, ehrenhaft, gerecht und richtig sein, sondern auch rein, sodass sie andere nicht zur Unreinheit verleiten. Wir sollten alles vermeiden, was, obwohl es an sich nicht unrein ist, die Wirkung haben könnte, in einem anderen Unreinheit zu wecken. Der Gedanke des Apostels scheint zu sein, dass wir unsere Gedanken zu jeder Zeit überwachen sollten.

Alles, was liebenswert ist, lenkt unsere Aufmerksamkeit auf die Tatsache, dass wir unserem Sinn nicht erlauben sollten, bei Dingen zu verweilen, die nicht liebenswert oder lobenswert sind. Wir könnten zulassen, dass unser Geschäft unsere Gedanken so sehr erfüllt, dass wir ständig an diese bestimmte Sache denken; zum Beispiel könnte jemand, der sich für das Eisengeschäft interessiert, immer an Baustahl denken; ein anderer an das Kohlegeschäft; ein anderer an Kartoffeln und Kabeljau usw. Diese Dinge mögen zwar gerecht, wahr und ehrenwert genug sein, aber ständiges Nachdenken über diese Dinge ist für die Neue Schöpfung nicht gewinnbringend. Wenn wir mit Graben beschäftigt sind, sollten wir uns auch darauf konzentrieren; wenn wir in der Eisenindustrie tätig sind, sollten wir uns auch angemessen damit befassen. Aber wenn wir mit Denken beschäftigt sind, sollten wir unserem Sinn nicht erlauben, sich mit den Dingen zu beschäftigen, die der Apostel als schädlich bezeichnet. Wir müssen uns bemühen, unsere Gedanken zu unterwerfen und sie nach den Richtlinien zu schulen, die uns mehr und mehr in die herrliche Charakterähnlichkeit unseres Herrn verwandeln.

Unsere Gedanken müssen nicht nur wahr, ehrenhaft und gerecht sein, sondern sie müssen auch rein und schön sein. Unter dem Wort schön verstehen wir nicht nur die Gedanken, die sich auf die Schönheiten der Natur, die Blumen, die Tierwelt, die Früchte usw. beziehen, sondern auch und vor allem die Dinge des Charakters – die Früchte und Gnaden des Heiligen Geistes – Sanftmut, Milde, Geduld, Langmut, brüderliche Güte, Liebe. Mit diesen Dingen können unser Sinn erfüllt sein und von ihnen begeistert sein. Wenn wir uns im Gegenteil erlauben, diese reinen, gerechten und liebenswerten Dinge zu vernachlässigen, werden wir nicht in den Früchten des Geistes wachsen; aber wenn wir über diese Dinge nachdenken und sie in unseren Herzen pflegen, wachsen wir mehr und mehr in die Gottseligkeit hinein. Wenn wir diese wünschenswerten Eigenschaften nicht pflegen, werden Neid, Hass, Streit, Werke des Fleisches und des Teufels entstehen – die Früchte, die der Gerechtigkeit entgegenstehen.

Mit einem Wort, wir können die Bedeutung des richtigen Denkens kaum überschätzen. Es gibt dokumentierte Fälle von Menschen, die von Natur aus verdorben waren, aber durch die Beschäftigung mit den Dingen der Wahrheit zu sehr edlen Charakteren wurden. Wir können die Macht des Sinnes über den Leib kaum überschätzen. Wenn wir Freude daran haben, die Früchte des Geistes zu kultivieren, werden sie sich für uns selbst und für andere als reicher Segen erweisen. So werden wir in die Fußstapfen des Meisters treten und schließlich zu Überwindern werden und mit Ihm im Königreich zusammenarbeiten.

DIE REINHEIT DER GEDANKEN IST WESENTLICH

Wir müssen das, was rein ist, so sehr lieben und pflegen, dass das, was unrein ist, uns weh tut und uns belastet, und wir werden es aus unserem Gedächtnis streichen wollen. Dies wird nur erreicht, wenn wir ständig an die reinen Dinge denken und es vermeiden, an die unreinen Dinge zu denken. Wir müssen wahre Schönheit erkennen und sie wertschätzen. Wenn wir an die reinsten Dinge denken wollen, müssen wir unsere geistige Sicht notwendigerweise auf einen möglichst hohen Punkt richten und, so gut wir können, die Lieblichkeit des vollkommenen Charakters unseres Gottes und unseres Herrn Jesus Christus erkennen und entsprechend die Lieblichkeit, die sich in dem einen oder anderen Nachfolger Jesu manifestiert, der eng in Seinen Fußstapfen wandelt.

„Alles, was wohllautet, wenn es irgendeine Tugend und wenn es irgendein Lob gibt, dieses erwägt“. Wir sollten zwar nicht daran denken, uns selbst zu loben oder nach Lob zu streben, aber wir sollten danach streben, des Lobes würdig zu sein. Wir sollten an das Lob Gottes denken. Wenn es etwas gibt, das irgendeinen Wert, irgendeinen Verdienst hat, das etwas Lobenswertes hat, sollten wir es anerkennen. Wir sollten bei unseren Mitmenschen und insbesondere in der Kirche die lobenswerten Charaktereigenschaften beachten. Wir sollten Milde, Treue und Geduld nicht unterschätzen. Wir sollten auf Beständigkeit, Ausdauer und Pflichterfüllung achten. Wir sollten nicht an die kleinen Fehler anderer denken oder an ihre größeren Fehler. Wenn wir fortfahren, unseren Sinn mit unglücklichen Gedanken zu füllen, werden wir uns selbst Schaden zufügen. Wenn wir fortfahren, die lobenswerten Dinge in unserem eigenen Leben und im Leben derer um uns herum zu erkennen, werden wir Gott ähnlicher werden.

Dinge von irgendwelcher Tugend oder Wert, Dinge, die in irgendeiner Weise lobenswert sind – die edlen Worte oder Taten oder Gefühle von irgendjemandem – wir können gefahrlos darüber meditieren und uns infolgedessen auf diese Ideale zubewegen, von denen sich unser Sinn, unsere neue Natur, nährt.

So werden wir durch die Erneuerung unseres Sinnes mehr und mehr verwandelt und nähern uns immer mehr der herrlichen Gestalt unseres Meisters, indem wir uns während des gegenwärtigen Lebens allmählich, Schritt für Schritt, Stück für Stück von Herrlichkeit zu Herrlichkeit verändern; und wenn wir dieses Verhalten an den Tag legen und unsere Verbindung mit dem Herrn aufrechterhalten, werden wir an der Ersten Auferstehung teilhaben, die uns für immer nach dem Bild und Gleichnis des Herrn vervollkommnen wird.