R 3795
„NIEMALS HAT EIN MENSCH SO GEREDET WIE DIESER MENSCH“
— ​Joh. 7:46 —

Am Ende des Quartals ist ein Rückblick angebracht. Wir beginnen auf dem Berg der Seligpreisungen und schließen mit dem Berg der Verklärung, und auf dem Weg dorthin finden wir in den Worten und im Verhalten des Meisters Illustrationen der wunderbaren Lehren der Bergpredigt und wie treuer Gehorsam gegenüber den dort gegebenen Anweisungen für uns schließlich einen Platz im Königreich bedeuten wird, welches in der Verklärungsszene dargestellt ist. Die Segnungen der Sanftmütigen, der Barmherzigen, der um der Gerechtigkeit willen Verfolgten usw. werden alle ihre Erfüllung finden, wenn wir durch die Gnade Gottes schließlich durch die Kraft der Ersten Auferstehung verwandelt, verklärt und unserem großen Erlöser und Herrn ähnlich gemacht werden: „Dann werden die Gerechten leuchten wie die Sonne in dem Reich ihres Vaters“ (Mt. 13:43).

Wie wunderbar sind die Handlungen des Herrn mit uns und doch so vernünftig. Er ruft uns zu: „Kommt denn und lasst uns miteinander rechten, spricht der HERR. Wenn eure Sünden wie Scharlach sind, wie Schnee sollen sie weiß werden; wenn sie rot sind wie Karmesin, wie Wolle sollen sie werden“ (Jes. 1:18). Er zeigt uns, wie Er sich darauf vorbereitet hat: dass Er selbst als Opfer für die Sünden bereitgestellt wurde; dass unser Herr bereits als Gerechter für die Ungerechten gestorben ist, um uns zu Gott zu bringen, und dass Gott gerecht sein kann, wenn Er uns aufnimmt, gerecht in Seinem Umgang mit uns, weil das Gerechtigkeitselement Seines Gesetzes zugunsten von uns vollständig erfüllt worden ist. Er gibt uns einen Einblick in die Segnungen, die Er der Welt der Menschheit zu bringen gedenkt, weist uns auf das Lamm Gottes hin, dessen Opfer die Sünde der Welt wegnimmt, und lädt alle ein, die Liebe, Sympathie und Wertschätzung haben, jetzt zu kommen und nicht nur das ewige Leben anzunehmen, sondern die Gnade auf Gnade - Miterbschaft mit Seinem Sohn in dem herrlichen Königreich, das die Welt segnen wird in der großen Erhebung der "Wiederherstellung aller Dinge, von denen Gott durch den Mund seiner heiligen Propheten von jeher geredet hat" – Apg. 3:19-23.

Diese Botschaft kommt zu uns durch den Sohn Gottes, von dem unser Goldener Text sagt: „Niemals hat ein Mensch so geredet wie dieser Mensch“. Kein Wunder, dass die Apostel zu Ihm sagten, als einige ihn verließen: "Herr, zu wem sollen wir gehen? Du hast Worte [die Botschaft ewigen Lebens“ [Joh. 6:68]. Andere mögen in der Tat denken, dass sie das ewige Leben in sich haben - sie mögen sich einreden, dass sie aufgrund eines angeborenen, unsterblichen Prinzips ewig leben werden, und dass, wenn sie sterben, es nur der Anschein des Sterbens sein wird, und sie in Wirklichkeit in diesem Moment mehr lebendig werden als je zuvor. Das ist bestenfalls ein sehr schwieriger Gedanke, und nur wenige sind in der Lage, ihr eigenes Urteilsvermögen so zu hypnotisieren, dass sie es glauben. Wir dagegen, die wir auf die Stimme hören, die gesprochen hat, wie nie ein Mensch gesprochen hat, hören Seine Erklärung, dass unsere Hoffnung auf Ihn als die „Auferstehung und das Leben“ (Joh. 11:25) gerichtet ist. Wir hören Ihn sagen, dass die Stunde kommt, in der alle, die in den Gräbern sind, Seine Stimme hören und hervorkommen werden (Joh. 5:28, 29). Das ist vernünftig.

Wir können mit Gott zusammen argumentieren, wenn wir die Stimme Seines Sohnes annehmen und die Stimmen der „dunklen Zeitalter“ zurückweisen. Von diesem Standpunkt aus - dass eine Auferstehung durch die Erlösung in Christus Jesus vorgesehen ist - wird die ganze Angelegenheit von Tod und ewigem Leben vor unserem geistigen Auge geklärt. Wir sehen die Verurteilung durch Adam und wie der Tod seither zu Recht in der ganzen Welt der Menschheit herrscht. Wir sehen den Tod Christi, des Gerechten für die Ungerechten; dass Er uns mit seinem kostbaren Blut erkauft hat, dass Er unser Lösegeld bezahlt hat und dass deshalb zu Gottes rechter Zeit alle aus der Macht des Grabes hervorkommen werden. Wir sehen die Schlüssel des Todes und des Grabes in den Händen dessen, der alles erkauft hat; wir freuen uns über die Verkündigung des kommenden Segens für alle Familien der Erde durch die Befreiung von der Macht der Sünde, des Satans und des Todes.

Wir hören weiterhin auf die Stimme dessen, der redet, wie nie ein Mensch geredet hat, und wir hören Ihn uns versichern, dass es zwei Auferstehungen gibt - eine Auferstehung des Lebens und eine Auferstehung des Gerichts. Wir hören Ihn sagen, dass nur diejenigen, die durch Glauben und Gehorsam unter dem Schutz des kostbaren Opfers eine Stellung bei Gott erlangen, zu den Guten, den Gerechtfertigten gezählt werden, und nur sie werden an der Auferstehung des Lebens teilhaben, denn nur sie werden ihre Prüfung bestanden haben und des Lebens für würdig befunden werden. Alle anderen werden zur Auferstehung zum Gericht hervorkommen, um unter dem Reich gezüchtigt zu werden, um Schläge zu erhalten, die im Verhältnis zur Freiwilligkeit stehen, mit der sie an ihrem eigenen Fall in den geistigen, sittlichen und körperlichen Verfall mitgewirkt haben, aber um durch die Schläge unterstützt zu werden, um in der Gerechtigkeit korrigiert zu werden, wenn sie es wollen, und um Schritt für Schritt aus den Bedingungen von Sünde und Tod herausgeführt zu werden, hinauf, hinauf, durch die Auferstehungskraft Jesu, zur ganzen Vollkommenheit, zu allem, was in Adam verloren war.

Freuen wir uns in Dem, der geredet hat, wie nie ein Mensch geredet hat, in Dem, der die Worte des ewigen Lebens hat. Über diese Worte sagt der Apostel Petrus: „Durch die er uns die größten und kostbaren Verheißungen geschenkt hat, damit ihr durch diese Teilhaber der göttlichen Natur werdet“ (2. Petr. 1:4). Ach, ja! wunderbare Worte des Lebens, erzählt sie immer wieder, denkt sie immer wieder, freut euch mehr und mehr an ihnen - lasst sie unsere Herzen erfüllen und in unserem Munde ein neues Lied sein von der liebenden Güte unseres Gottes, dessen liebevolle Barmherzigkeit über allen Seinen Werken ist.

Von diesen Worten, die der Meister sprach, wie nie ein Mensch gesprochen hat, erklärt der Apostel weiter, dass Er von unserem Heil sprach. Er sagt: „Eine so große Errettung, die den Anfang ihrer Verkündigung durch den Herrn empfangen hat und uns von denen bestätigt worden ist, die es gehört haben“ [Hebr. 2:3]. Nicht nur, dass es in unserem Geschlecht kein ewiges Leben gab und keine Hoffnung, es zu erlangen, außer durch Jesus, sondern alle Verheißungen der Vergangenheit wären ohne Sein Werk der Versöhnung machtlos gewesen, und erst als Er kam, war bekannt, wie unsere Erlösung zustande kommen sollte. Zwar hatte der Herr in den zahlreichen Opfern der Vergangenheit verschiedene Vorbilder und Schatten bereitgestellt, die die Tatsache veranschaulichten, dass es ohne das Vergießen von Blut keinen Sünderlass geben kann; aber sie konnten nicht verstanden werden, bis das Gegenbild gekommen war. Dann brachte Er das Leben ans Licht und die Unsterblichkeit ans Licht - das Leben für die Welt, das ewige Leben, das während des Millennium-Zeitalters verliehen wird - die Unsterblichkeit für Seine Kirche, Seine Braut, Seine Kleine Herde, Seine Miterben. Diese Dinge wurden nie zuvor ans Licht gebracht; sie wurden nur schwach gesehen und vage beschrieben, aber es blieb dem großen Lehrer überlassen, uns das Heil, das Gott durch Ihn angeboten hat, darzulegen. Gott sei Dank, dass unsere Herzen unsere Lippen mehr und mehr dazu gebracht haben, das Lob dessen zu verkünden, der uns aus der Finsternis in Sein wunderbares Licht berufen hat. Durch den Glauben an Ihn sind wir bereits auferstanden, um in einem neuen Leben zu wandeln, und durch Ihn wird uns der Vater nach und nach durch Seine eigene Kraft auferwecken, damit wir Ihm gleich sind und Seine Herrlichkeit, Ehre und Unsterblichkeit teilen.