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DAS NEUE LEBEN IN CHRISTUS
- EPH. 2:1-10 -
„Denn durch die Gnade seid ihr errettet, mittels des Glaubens“ - Eph. 2:8.

AUS SEINEM RÖMISCHEN GEFÄNGNIS heraus schrieb der Apostel Paulus den Epheserbrief, einen der schönsten aller seiner Briefe an die Kirchen; voller tiefer geistlicher Unterweisung. Sein Leitmotiv ist „in Christus“, dieser Ausdruck oder seine Entsprechungen kommen in diesem Brief mindestens zwanzig Mal vor. Wie im ersten Kapitel darauf hingewiesen wird, dass die Kirche in Christus Jesus auserwählt ist, so zeigt unsere Lektion, dass wir allein in Christus Leben haben; und in der Folge zeigt der Brief, dass alle Segnungen und Gunstbezeigungen Gottes gegenüber Seinem Volk allein auf der Betrachtung beruhen, dass sie in Christus Jesus sind – Glieder des Leibes Christi, Glieder der Neuen Schöpfung. Niemand kann die Botschaft des Apostels klar und deutlich verstehen, außer denen, die deutlich zwischen Kirche und Welt unterscheiden und ihre unterschiedlichen Hoffnungen erkennen, die auf unterschiedlichen Verheißungen beruhen; und die erkennen, dass gemäß Gottes Plan gegenwärtig nur mit der Kirche gehandelt wird – dass die Hoffnung der Welt in der Zukunft liegt und sich sehr von der der Kirche unterscheidet, die jetzt als Leib Christi, als „im Besonderen Glieder“ [1. Kor. 12:27, siehe J, auch S], bezeichnet wird.

Unsere Lektion beginnt mit einem düsteren Bild, das den Zustand der ganzen Welt durch den Sündenfall beschreibt; einen Zustand der Sünde und Weltlichkeit unter der Macht Satans; im Ungehorsam gegenüber Gott, unter dem göttlichen Todesurteil, das bereits in moralischen, mentalen und physischen Angelegenheiten zu so viel Verderbnis geführt hat. Die ganze Welt, obwohl eine Schöpfung Gottes und somit in einem allgemeinen Sinn Seine Nachkommen oder Kinder, hörte durch die Sünde auf, Kinder Seiner Gunst zu sein, und wurde zu „Kindern des Zorns“ [Vers 3]. Der Apostel weist die Epheser darauf hin, dass dies einst ihr elender und schrecklicher Zustand war, den sie mit dem Rest der Menschheit teilten. Wie wahr ist dieses Bild auch heute noch! Aber man sollte bedenken, dass dies nicht nur ein Bild der Übeltäter und Gesetzlosen der Welt ist, sondern ein Bild der Welt als Ganzes, einschließlich ihrer besten Repräsentanten. „Alle haben gesündigt und erreichen nicht die Herrlichkeit Gottes“ [Röm. 2:3]. Alle sind „Kinder des Zorns“; alle stehen mehr oder weniger unter der Macht und Kontrolle des großen Widersachers; alle werden mehr oder weniger vom Geist des Ungehorsams beherrscht, der der gesamten Menschheit gemein ist.

Die einzigen Ausnahmen von dieser Regel sind die wenigen, die, wie diejenigen, die in Ephesus angesprochen waren, dieser Knechtschaft, dieser Verderbtheit, diesem Todeszustand, diesem Zustand der Entfremdung von Gott entkommen sind – und sicherlich sind dies heute nur wenige, wie sie es in den Tagen des Herrn und zu der Zeit, als der Apostel diese Worte schrieb, nur eine „Kleine Herde“ waren.

Der Apostel fährt jedoch fort und bemerkt, welche bedeutende Veränderung sich für die Heiligen in Ephesus ergab, als sie das Evangelium annahmen; und wie froh sind wir, dass eine ähnliche Veränderung für alle eingetreten ist, die, von diesem Tag an bis zur Gegenwart zu Heiligen des Herrn geworden sind! Die Erfahrung des Übergangs vom Tod zum Leben ist in jedem Fall dieselbe, auch wenn die Umstände, die mit der Umformung verbunden sind, erheblich variieren können. Die Schritte der Gnade, durch die der Herr uns aus der Stellung als Kinder des Zorns und unter der Macht des Widersachers befreit hat, werden vom Apostel in den folgenden Versen dargelegt. Lasst uns diese Schritte nachzeichnen und feststellen, inwieweit wir sie gegangen sind und inwieweit unsere Erfahrungen mit denen übereinstimmen, die der Apostel beschreibt.

Unsere Heilung begann nicht mit etwas in uns selbst – guten Vorsätzen, guten Werken usw. Wir haben uns nicht verbessert und uns deshalb Gott anbefohlen: Im Gegenteil, Gott war die treibende Kraft hinter unserer Befreiung und Heilung. Er wurde durch die Güte Seines Charakters dazu bewegt, uns Hilfe zu gewähren, denn Er ist „reich an Barmherzigkeit“ [Vers 4, griech. eleos, Barmherzigkeit]. Er ist reich an allen Seinen Eigenschaften, reich an Weisheit, reich an Gerechtigkeit, reich an Macht, reich an Liebe; aber es ist die Eigenschaft der Liebe und das damit verbundene Wohlwollen [Güte] oder die Barmherzigkeit, mit der sich der Apostel hier befasst. Wie wichtig ist es, dass wir diesen Gedanken von Gottes Reichtum an Barmherzigkeit tief in unseren Herzen verwurzeln und gründen – damit wir niemals an Seiner Großzügigkeit, Seiner Güte, Seinem Mitgefühl und Seiner Barmherzigkeit gegenüber all jenen zweifeln, die Seinen Willen kennen und tun wollen! Wir brauchen großen Glauben an unseren himmlischen Vater, und nur wenn wir durch das Wort eine deutliche Kenntnis von Seinem herrlichen Plan erlangen, können wir ein solches Vertrauen in Seine Liebe und Barmherzigkeit setzen. Der Widersacher möchte offensichtlich, dass wir unseren Schöpfer missverstehen, und hat daher auf jede erdenkliche Weise versucht, Seinen Charakter und Seinen Plan falsch darzustellen – das hat er mit so großem Erfolg getan, dass in diesem Moment 999 von 1000 Menschen, die sich zu Seinem Namen bekennen, eher von der Furcht vor einer Ewigkeit der Folter als von Liebe zu Ihm und Dankbarkeit für Seine Liebe zu ihnen angetrieben werden.

Der Apostel versichert uns, dass Gott uns sehr geliebt hat, auch als wir tot in unseren Sünden waren – als wir verdorben waren. Es fällt uns schwer, an Gottes Größe, Reinheit und Glanz Seines Charakters zu denken und an den gefallenen Zustand des Menschen – seine geistige, moralische und körperliche Verdorbenheit – und dann zu verstehen, wie der heilige Jehova Seine gefallene Schöpfung lieben konnte. Wir können sicher sein, dass es nicht die Liebe der Zuneigung war, wie Er sie jetzt für uns als Seine Söhne empfindet, die neu vom Geist gezeugt wurden, sondern lediglich die Liebe des Mitgefühls. Er sah unseren elenden Zustand und erkannte, dass ein Angebot der Befreiung aus unserer Verderbtheit und der Rückkehr zur Heiligkeit und Übereinstimmung mit Sich selbst von manchen – hoffentlich von vielen – freudig geschätzt und angenommen werden würde; und es war zweifellos im Hinblick auf eine solche Reaktion auf Seine Güte und Barmherzigkeit, dass unser Schöpfer für die Welt der Menschheit „einen neuen Weg des Lebens“ in und durch den Herrn Jesus und Sein Erlösungswerk eröffnete.

Aber obwohl diese mitfühlende Liebe der ganzen Welt galt, wurde sie noch nicht allgemein bekannt gemacht – sie wurde praktisch gegenüber der Welt noch nicht ausgeübt, sondern nur gegenüber einem vergleichsweise kleinen Teil des Ganzen. Hier und da wurde die Botschaft an eine besondere Klasse gesandt – an diejenigen, die „ein Ohr zum Hören“ haben – der Rest wurde zunächst zurückgelassen, um ihn später zu berücksichtigen (Jes. 35:5). Der Apostel schreibt jetzt an diejenigen, die das „Ohr zum Hören“ haben und die, nachdem sie gehört haben, geantwortet und die Gnade Gottes in Christus ergriffen haben. Er macht auf den Segen einer solchen Erfahrung aufmerksam. Er unterscheidet hier nicht zwischen denen, die lediglich den ersten Schritt des Glaubens und Gehorsams zur Rechtfertigung getan haben, und denen, die weitergegangen sind und auch den zweiten Schritt der vollständigen Weihung an den Herrn getan haben, „sogar bis zum Tod“ [so die KJV in Mt. 26:38; die meisten deutschen Übersetzungen lauten: „bis zum Tod]; sondern er spricht nur die letztere Klasse an – diejenigen, die sich dem Herrn mit ihrer gerechtfertigten Identität vollständig geweiht haben und vom Geist gezeugt wurden, von diesem Geist als Glieder des Leibes Christi belebt und mit Energie versorgt wurden. Der Apostel fügt hier in Klammern (Eph. 2:5) eine Erinnerung ein, dass all dieser Segen nicht aufgrund unserer Würdigkeit oder unseres Werkes zu uns gekommen ist, sondern „durch Gnade seid ihr errettet“; wir haben diese Stellung im neuen Leben, diese in zugerechneter Weise gerettete Stellung, durch den Glauben erreicht – befreit von der Verurteilung durch die Sünde, gerettet vor der Dunkelheit und Täuschung des Widersachers , gerettet vor dem Zorn Gottes, und stattdessen in Seine liebende Gunst gebracht. Oh, wie groß ist die Erlösung, die eine vollständige Bekehrung und Weihung an den Herrn begleitet! Was für eine wunderbare Veränderung bringt sie uns in Gedanken, Worten und Taten! Und doch ist dies nur der Anfang unserer Erlösung, oder das, was der Apostel an anderer Stelle als „Errettung in Hoffnung“ bezeichnet (Röm. 8:24). Während wir jetzt durch Gnade gerettet sind, warten wir immer noch auf eine weitere Rettung durch Gnade – „auf die Gnade (Erlösung), die uns gebracht wird bei der Offenbarung Jesu Christi“ [1. Petr. 1:13] – der Ersten Auferstehung.

All das sollen wir durch die Gnade des Herrn letztlich durch die „Verwandlung“ der Auferstehung als Glieder des Leibes Christi haben – alle himmlischen Dinge, einschließlich der vollen Gemeinschaft und Vereinigung mit dem Vater und mit unserem Herrn – werden in zugerechneter Weise als im gegenwärtigen Leben beginnend angesehen. Wer also den Anfang des neuen Lebens und seinen heiligen Geist jetzt nicht kennt, hat keinen Grund zu der Annahme, dass er vom heiligen Geist gezeugt wurde – dass er eine Neue Schöpfung in Christus ist. Diese Neuen Schöpfungen werden so betrachtet, als wären sie aus dem Stand der Sünde und des Todes in einen neuen Zustand des Lebens und der Liebe zur Gerechtigkeit auferstanden. Symbolisch werden sie in das Heilige der Stifthütte geführt, wo sie das Licht des goldenen Leuchters haben, an den geistlichen Schaubroten teilhaben und Gott den geistlichen Weihrauch darbringen können und „in Christus Jesus“ Gemeinschaft mit Ihm haben – als Glieder der Ecclesia, „der Kirche, die sein Leib ist“. Dies ist eine vorbildliche Auferstehung von den Toten – ein Sinnbild und Unterpfand der wirklichen Auferstehung von den Toten, die jedem von ihnen zuteilwerden wird, wenn sie sich Gott gegenüber als treu erweisen und ihrem Bund als Glieder des Leibes Christi treu bleiben – um mit ihrem Haupt tot zu sein, damit sie auch mit Ihm leben können, durch die Teilnahme an Seiner Auferstehung – Röm. 6:5, 8.

Wenn wir das neue Leben jetzt als Anfang anrechnen und uns selbst als Glieder der Neuen Schöpfung zurechnen, die nach und nach verherrlicht werden soll, dann fragen wir uns mit dem Apostel: Was für ein großes Werk muss Gott dann in uns und für uns vollbringen, wenn die gegenwärtigen Vorboten Seiner Güte und Gnade so überaus großartig sind? Der Apostel gibt eine Antwort auf eine solche Frage (Vers 7) und versichert uns, dass „in den kommenden Zeitaltern Gott den überschwänglichen Reichtum seiner Gnade in Güte gegen uns in Christus Jesus erweisen wird“. Er versucht nicht, uns zu sagen, worin dieser Reichtum besteht. Er möchte uns zeigen, dass Gott reich an Barmherzigkeit, reich an Gnade und reich an jeder anderen großartigen und wertvollen Eigenschaft ist, und Er möchte, dass wir darauf vertrauen, dass ein so reicher Vater für Seine angenommenen Kinder „über die Massen mehr, als was wir erbitten oder erdenken können“ zu tun vermag. In der Tat versichert er uns an anderer Stelle, dass es für ihn unmöglich ist, „den Reichtum unseres Erbes“ [Eph. 1:18] zu erklären oder für uns zu begreifen. „Was kein Auge gesehen und kein Ohr gehört hat und in keines Menschen Herz gekommen ist, was Gott bereitet hat denen, die ihn lieben; uns aber hat es Gott offenbart durch seinen Geist“ (1. Kor. 2:9, 10; Eph. 3:20).

Dennoch ist die Offenbarung durch Seinen Geist nur eine Annäherung. Wir können diese unsichtbaren Dinge nicht deutlich erkennen, wir können sie mit unserem begrenzten natürlichen Verstand nicht begreifen. „Es ist noch nicht offenbar geworden, was wir sein werden“ [1. Joh. 3:2]. Aber mit dem neuen Sinn können wir, wenn auch nur vage, den Gedanken an den Reichtum an Gnade und Liebe unseres himmlischen Vaters erfassen und Analogien aus den Dingen des gegenwärtigen Lebens ziehen und so eine Vorstellung von den herrlichen Dingen gewinnen, die uns erwarten. Wenn wir die Versorgung unseres himmlischen Vaters für den natürlichen Menschen – ein wenig niedriger als die Engel – betrachten, wenn wir die schönen Blumen der Erde betrachten und von ihren köstlichen Früchten kosten, ist es für das geweihte Herz nur ein weiterer Schritt, um zu erkennen, dass der gütige Vater, der so wohltätig für Seine menschlichen Söhne plante und der zulässt, dass so viele dieser Segnungen für die Menschheit selbst unter ihren gefallenen Zustand kommen, nicht weniger reich an Liebe und Barmherzigkeit gegenüber Seinen geistlichen Söhnen ist und auch für sie reichlich Vorsorge treffen wird. Und so wie Er harmonische Klänge für das natürliche Ohr und angenehme Düfte, Aromen und Anblicke für die Sinne des natürlichen Menschen geschaffen hat, so wird es, nur auf einer höheren Ebene, auch für die Neue Schöpfung Freuden für all die hohen Eigenschaften des Herzens und des Sinnes geben; es wird etwas geben, das den gegenwärtigen Schönheiten der Natur entspricht, aber höher und großartiger für diejenigen, die die neue Natur erlangen werden. Es wird etwas geben, das den Blumen und Vögeln, den Feldern und Bäumen, den Bergen und Tälern entspricht. Es wird etwas geben, das den schönsten Freuden des Auges, des Ohrs, der Nase und des Mundes und den angenehmsten Regungen des Herzens entspricht. So befähigt der Glaube, der auf der Erkenntnis des Reichtums der Gnade und Liebe unseres himmlischen Vaters beruht, die Neue Schöpfung, die unsichtbaren Dinge zu sehen und sich an den wunderbaren Dingen zu erfreuen, die sich derzeit nur teilweise offenbaren.

Aus dieser erhabenen Stellung und Gunst und Gemeinschaft mit Gott, verbunden mit den himmlischen Orten in Christus, sind wir durch den Glauben befähigt, uns über die Verheißungen im Wort unseres Vaters zu freuen, die uns versichern, dass es uns gestattet sein wird, mit Ihm an dem großen Werk des nächsten Zeitalters, dem Millennium-Zeitalter, mitzuwirken, indem wir Seine Lobpreisungen verkünden und so viele wie möglich aus der gefallenen Welt der Menschheit aus ihrer gegenwärtigen gefallenen Bedingung herausheben – bis hin zur vollständigen Restitution dessen, was in Adam verloren und durch Christus erkauft wurde.

Wir bemerken (Verse 8-10), wie sorgfältig der Apostel uns vor dem Gedanken bewahren will, dass eine dieser Segnungen uns aufgrund unserer eigenen Verdienste zuteilgeworden ist. Er wiederholt: „Durch die Gnade seid ihr errettet, mittels des Glaubens“. Und wenn durch Gnade, dann nicht mehr aus Werken, wie er an anderer Stelle betont (Röm. 11:6). Wenn es aufgrund von Werken wäre, wäre es nicht mehr Gnade. Als Glieder des gefallenen menschlichen Geschlechtes waren wir nicht imstande, irgendetwas zu tun, was unser heiliger Gott annehmen konnte. Wir waren tot, verdorben, verunreinigt, unter Verurteilung als Kinder des Zorns, als Er sich unser erbarmte und den Weg des Lebens eröffnete. Deshalb ist unsere jetzige Stellung als Christen nicht das Ergebnis irgendeiner Sache, die das alte Geschöpf tat oder getan haben könnte. Sie ist nicht von uns, sie ist Gottes Gabe. Diese Lektion muss gründlich wertgeschätzt werden, sonst werden wir ständig in der Gefahr sein zu fallen. Die Gnade kommt nicht von uns selbst, und wir können auch sagen, dass wir zwar am Anfang einen gewissen Glauben hatten (sonst hätten wir uns niemals an Ihn wenden können, um Seine Gunst zu erlangen), aber der Glaube, durch den wir befähigt wurden, unsere Weihung bis zum Tod zu vollziehen und so zu einer Neuen Schöpfung in Christus zu werden, kam nicht von uns selbst – wir hatten keinen solchen Glauben, als Gott uns ergriff. Er hat diesen Glauben in uns durch die Offenbarungen Seiner Liebe, durch Seine Verheißungen, durch Sein Wort entwickelt.

Wenn unsere gegenwärtige Stellung das Ergebnis unserer eigenen Anstrengungen oder „Werke“ wäre, gäbe es wahrscheinlich Grund zum Prahlen – es würde bedeuten, dass wir nicht so tief gefallen wären, dass wir uns nicht selbst aus dem schlammigen Lehm der Sünde hätten befreien können – ganz im Sinne der Evolutionstheorie. Aber solche Theorien werden im göttlichen Wort nicht anerkannt und dürfen von niemandem anerkannt werden, der seinen Stand als Neue Schöpfung in Christus bewahren möchte. Im Gegenteil, weit davon entfernt, das neue Herz, den neuen Sinn und den neuen Willen als eine Entwicklung des alten Geschöpfes zu betrachten, möchte der Apostel, dass wir deutlich verstehen, dass es eine neue und getrennte Schöpfung ist. Wir wurden in Christus Jesus geschaffen, ein Werk Gottes - vorbereitet für gute Werke und nicht durch gute Werke [Manna vom 29. März, Hervorhebung von uns].

Der Apostel versichert uns, dass Gott vorherbestimmt hat, dass diese Neue Schöpfung in guten Werken voranschreiten soll. Um eine Neue Schöpfung in Christus zu werden, haben wir dem Herrn unser Alles bereitwillig übergeben, damit wir Seinen Willen erkennen und ihn tun können; und nachdem Er uns in Christus angenommen hat, teilt Er uns mit, dass es Sein Wohlgefallen ist, dass unser ganzes Leben erneuert wird, dass wir alles Sündige, alles Unheilige aus unserem Herzen, unserem Sinn, unserem Willen vollständig ablegen sollten, dass unser sterblicher Leib soweit wie möglich unserem neuen Sinn unterworfen werden sollte, und dass wir in einem neuen Leben wandeln sollten, sogar auf dieser Seite des Vorhangs – und so den Beweis für unsere Aufrichtigkeit erbringen, unseren Charakter zu entwickeln und „zu dem Anteil am Erbe der Heiligen in dem Licht“ [Kol. 1:12] in Herrlichkeit bereit zu werden. Wer nicht bereit ist, auf den Wegen des Herrn zu wandeln, heilig und gegen die Sünde, und den Sinn und Geist des Herrn, den Heiligen Geist, zu kultivieren, der betrügt sich selbst, wenn er glaubt, vom Tod zum Leben übergegangen zu sein und eine Neue Schöpfung in Christus Jesus zu sein. R3165-3166