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AUSBLICK VOM WACHTURM

DIE BIBEL WIRD DURCH ALTE TAFELN BESTÄTIGT

Angesichts der Tatsache, dass die meisten Dozenten der babylonischen Ausgrabungen bestrebt sind zu beweisen, dass ihre Funde Tausende von Jahren vor der Sintflut datieren und daher in völligem Widerspruch zur biblischen Erzählung stehen, wird das folgende Zeugnis für ihre Bestätigung der Heiligen Schrift umso mehr geschätzt. Ausgräber scheinen dazu neigen, „ihr Amt zu vergrößern“ und ihre Dienste und Funde wunderbarer zu machen, als sie wirklich sind.

„Dr. Albert T. Clay, Kurator der babylonischen Abteilung im Museum der University of Pennsylvania, hielt gestern in der Widener Hall einen Vortrag über „Das Alte Testament im Licht der jüngsten Ausgrabungen“.

„‘Berichte über die Schöpfung und die Sintflut‘, sagte er, ‚wurden in frühen babylonischen Denkmälern entschlüsselt. Es wurde kein direkter Bericht über den Sündenfall gefunden, obwohl gravierte Felsen, die einen Mann und eine Frau darstellen, die unter einem Baum sitzen, mit einer Schlange in der Nähe, gefunden wurden, die zweifellos darauf verweisen‘.

„Der Redner zeigte weiter, dass die in der Bibel aufgezeichneten Ereignisse sich anders zugetragen hatten, als von den Kritikern des Alten Testaments in den letzten Jahren behauptet worden war. Er zeigte ein Foto eines gravierten Felsens, der sich auf die Sintflut bezog, und übersetzte ihn. Obwohl die Zeitspanne, die verging, während Noah in der Arche war, nicht genau der Anzahl der in der Bibel angegebenen Tage entsprach, wurde die historische Bedeutung des Ereignisses bestätigt. Dr. Clay präsentierte viele solcher Fotografien, die alle in Babylonien ausgegraben wurden und jetzt im Museum sind. Die Übersetzungen dieser Fotografien waren Parallelberichte zu Passagen, die in der Bibel gefunden wurden.

„Er sagte weiter: ‚Diese Arbeit steckt noch in den Kinderschuhen. Die Forschung ist noch nicht an ihre Grenzen gestoßen. Die untersten Ausgrabungsschichten zeigen eine Zivilisation in fortgeschrittenen Stadien und es gibt allen Grund zu der Annahme, dass zukünftige Ausgrabungen den Großteil, wenn nicht sogar die gesamte, im Alten Testament aufgezeichnete Geschichte ans Licht bringen werden‘“ – Philadelphia Times.

DIE ZUKUNFT EUROPAS AUS DER SICHT EINES STAATSMANNES

Ein Korrespondent des Philadelphia Ledger schrieb über den verstorbenen bedeutenden Korrespondenten der Times, M. de Blowitz:

„Blowitz glaubte, dass seine eigene Vorhersage von Ereignissen mehr zutreffe als die jedes lebenden Staatsmannes. Er stellte sich nicht nur auf eine intellektuelle Ebene mit Bismarck, sondern sprach von sich selbst als jemandem, der dem gleichen Rang angehört. Ich bin mir nicht sicher, ob er nicht Recht hatte und ob Blowitz, wenn er in jungen Jahren eine höhere Position bekleidet hätte, nicht ein größerer Mann als Bismarck gewesen wäre. Er hatte seine Fehler und Eitelkeiten, aber er war ein Mann mit außergewöhnlichen Fähigkeiten.

„Seine Ansichten über die Zukunft Europas sind interessant, weil sich seine Vorhersagen so oft erfüllt haben und seine Ansichten zu diesem Thema daher eine Betrachtung wert sind. Bereits vor zehn Jahren vertrat de Blowitz die Ansicht, dass Europa auf dem Weg sei, innerhalb einer Generation zu einem Sammelsurium bankrotter Staaten zu werden, dass alle Staatsschulden in Europa mit Ausnahme der britischen abgelehnt würden und dass in vielen Ländern gewaltige soziale Veränderungen, die blutige Kriege und Schreckensherrschaften mit sich bringen würden, eintreten würden. Er sah die Zukunft Großbritanniens pessimistisch, bewunderte jedoch die Qualitäten der Beharrlichkeit und Freiheit, die Teil des britischen Charakters sind.

„Er glaubte, dass das 20. Jahrhundert ein Jahrhundert des Kampfes sein würde und dass insbesondere in Deutschland und Russland die Entwicklung der industriellen Konzepte zur Entstehung neuer Gesellschaftsschichten führen würde, so wie der Eisberg, der seinen Schwerpunkt verändert hat, dem Betrachter ein neues Profil bietet. Wenn diese Vorhersagen heute gemacht worden wären, würde dem Propheten keine große Unterscheidungskraft zugeschrieben werden. Dass er vor zehn Jahren solche Ansichten vertrat, setzt den Besitz einer großen analytischen Kraft, gepaart mit Vorstellungskraft, voraus“.

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Dies ist interessant, da es zeigt, wie die Weisheit dieser Welt die Vorhersage der Prophezeiung bestätigt – die Offenbarungen des göttlichen Wortes. „Und so besitzen wir das prophetische Wort befestigt, auf das zu achten ihr wohl tut, als auf eine Lampe, die an einem dunklen Ort leuchtet, bis der Tag anbreche und der Morgenstern aufgehe in euren Herzen“ – 2. Petr. 1:19.

DAS CHRISTLICHE SOLDATENTUM

Wir freuen uns, den folgenden Artikel einer säkularen Zeitschrift – der Atlanta Constitution – zuschreiben zu können: „Nimm teil an den Trübsalen als ein guter Kriegsmann Jesus Christi“ – 2. Tim. 2:3.

„Der Dienst Christi ähnelt keinem anderen so sehr wie dem eines Soldaten. Es gibt nur wenige Lebensberufungen unter den Menschen, die vom Rekruten eine so absolute Selbsthingabe verlangen wie die des Soldaten…

„Mit der Entscheidung, Soldat zu werden, ordnet man alle anderen Betrachtungen unter – die des Eigenwillens, der Vorherrschaft der Familie und die vielfältigen Gelegenheiten eines freien Mannes. Es bedeutet, sich einem Eid des vollständigen, bedingungslosen Gehorsams gegenüber den Befehlen der Vorgesetzten zu unterwerfen. Es bedeutet, das Zuhause zugunsten des Lagers aufzugeben und auf das Recht zu verzichten, zuerst den Interessen von Vater und Mutter, Ehefrau und Kindern, Geschäft oder Freunden zu dienen. Es bedeutet die vollständige Unterdrückung jedes selbstsüchtigen Interesses für den Fortschritt der höchsten Sache, der man sich freiwillig verpflichtet hat, der man dienen und folgen will und für die man, wenn nötig, sterben würde.

„Manchen scheint es schwer zu fallen, den Dienst Christi mit dem eines guten Soldaten zu vergleichen. Neun Zehntel derer, die sich Christen nennen, weigern sich, ihrem Dienst diese Bedeutung beizumessen, und meutern regelrecht, wenn sie aufgefordert werden, nach diesem Prinzip zu handeln. Die Schwäche der universellen Kirche als Anführerin der Moral und Lebenskultur in der Welt ist der Tatsache geschuldet, dass die meisten christlichen Männer und Frauen Christus als selbstständige Mitläufer im Lager dienen. Sie sind ungebunden, oder ohne Befehl, oder ungehorsam gegenüber der disziplinären Pflicht und tun, was ihnen gefällt, anstatt sich den Geboten und Grundsätzen Christi verpflichtet zu fühlen.

„Goethe sagte, dass ‚Ernsthaftigkeit Ewigkeit bedeutet‘, und der Geist Gottes ist der Geist der Ernsthaftigkeit. Wer von diesem Geist erfüllt und beseelt ist, wird überfließend von Eifer, Mut, Kühnheit, Standhaftigkeit und Siegeswillen erfüllt sein. In der Leidenschaft und Eindringlichkeit dieser Gefühle wird er seinem Meister dienen, wie die Soldaten Alexanders, die ihm bedingungslos folgten, wie die Soldaten von Leonidas, die lieber starben, als sich zurückzuziehen, wie die Soldaten Napoleons, die immer an seine Unbesiegbarkeit glaubten, und wie die Soldaten Lees, die spürten, dass er sie nicht falsch oder in eine Niederlage führen konnte.

„Wenn Christus in der heutigen Welt eine Armee von Männern und Frauen besäße, die nur ein Hundertstel der Zahlen der amtlichen Christenheit ausmachen, wer würde ihm folgen – wer würde arbeiten, kämpfen und ausharren wie die Soldaten unserer amerikanischen Armeen – Er könnte nicht lange von seiner weltweiten Eroberung abgehalten werden.

„Aber er hat nur wenige echte Soldaten in Seinem Dienst. Die meisten seiner Nachfolger sind Rentner, die immer darum bitten, dass er etwas für sie tut – ihre Schmerzen lindert, ihre Feinde vertreibt, ihre Wege ebnet, ihr Vermögen vermehrt und sie an Orten des Überflusses und des Komforts bettet. Sie sind ein hungriges und hilfloses Heer.

„Man würde erwarten, dass auf den Kanzeln unerschütterliche Anführer der Armee unseres Herrn stehen. Und doch, wie wenige sind es, die sich nicht mehr um ihren Sold als um die Gelegenheiten kümmern, Härte zu ertragen? Sie sind begierig auf reiche und leichte Pfarrstellen, sie leben in Luxus und predigen wie diejenigen, die angenehme Musik auf einer Laute machen. Versetzt man sie auf Posten der Armut, mit knappen Rationen, hartem Dienst unter den Armen und Kranken, dann werden sie untröstlich über ihr Los als Soldaten!

„Der wahre Soldat debattiert nicht über seine Sache. Es wird mit Recht von ihm vorausgesetzt, dass er sich zu der Gerechtigkeit der Sache entschlossen hat, bevor er sich zu deren Dienst verpflichtet. Danach verbürgt er sich für sie und widersetzt sich jedem Widerspruch. Er ist bereit, alles für diese Sache einzusetzen und alles zu ihrer Verteidigung aufzuwenden [Manna vom 28. März – 1. Teil]. Er kämpft nicht um die Rationen, die ihm zugeteilt werden, sondern für die großen Prinzipien und die großen Ziele der Sache, der er sich verschrieben hat ...

„Kein Mensch sollte sich in einer so klaren und ernsten Angelegenheit wie dem Dienst an Christus selbst betrügen. Wenn er nicht beabsichtigt, sich den Geboten und Forderungen seines Meisters hinzugeben, sollte er ehrlich genug sein, kein heuchlerisches Bekenntnis und kein verräterisches oder unechtes Versprechen des Dienstes abzugeben. Die Sache Christi auf Erden braucht Männer, die willensstark, mutig und bereit sind, sich selbst zu opfern und die Leiden und Gefahren von Konflikten und Tod auf sich zu nehmen. Niemand sonst kann die Arbeit leisten, die nötig ist, um die Festungen der Sünde niederzureißen, die Feinde der Gerechtigkeit zu vertreiben und in feindlichen Gebieten die Banner des Königreichs Christi zu hissen.

„Es ist herrlich, Christus in Aufrichtigkeit und völliger Treue zu dienen. Eine unbeschreibliche Freude besteht darin, auf der richtigen Seite zu stehen, zu wissen, dass jenseits des Schlachtfelds und des Tales des Schattens ein reichlicher Eingang in die Freuden und den Frieden des triumphierenden Königs der Könige liegt. Angesichts dieser Hoffnung sollte niemand vor der Härte des Kampfes zurückschrecken noch vor der Wut des Feindes verzagen, und niemand sollte bei der Gewissheit von Hunger, Durst, Blöße, Wunden oder des Todes zittern [Manna vom 28. März – 2. Teil, Hervorhebung von uns]“.

DIE TENDENZ DER EVOLUTIONISTEN

Der Western Recorder drückt die Wahrheit kurz und knapp so aus:

„Wenn ein Mensch sich auf die Linie der Evolution und der Höheren Kritik begibt, gibt er immer mehr auf, und er hat keinen logischen Haltepunkt, bis er alles aufgegeben hat. Die verzweifelten Bemühungen derer, die sich auf diese Linie begeben, an dem festzuhalten, was ,lebenswichtig‘ ist, während sie immer mehr aufgeben, sind erbärmlich. Ihre Behauptung, dass ,wir ja noch so und so viel haben‘, ist nichts weiter als ein Pfeifen, um sich Mut zu machen. Sie haben alles aufgegeben und sich der Willkür des Feindes überlassen. Wie George Adam Smith sagt, bleibt den Kritikern nur noch, die Entschädigung festzulegen und sich zu nehmen, was sie wollen, und jeder hätte lernen sollen, dass sie alles wollen. Für sie bedeutet ,Fortschritt‘, immer mehr zu verleugnen. Und ihre Arbeit wird nicht getan sein, solange noch ein Rest von Glauben übrig ist.“ R3162-3163

DER BESUCH DES HERAUSGEBERS IN EUROPA

Seit mehreren Jahren verspricht der Herausgeber den Freunden im Ausland, dass er ihren vielen dringenden Einladungen zu einem Besuch nachkommen werde, sobald der sechste Band der Reihe „Millennium Tagesanbruch“ druckfertig sei. Nach dem derzeitigen Stand der Dinge hofft er, bis April das Manuskript von Band VI den Setzern in Auftrag zu geben und über genügend Material für die WACHTTURM-Ausgaben zu verfügen, um über den Zeitraum von vier Ausgaben während seiner geplanten Abwesenheit abzudecken.

Er freut sich nicht nur auf die Zusammenkunft mit vielen, die er bereits aus dem Briefwechsel kennt, und auf neue Freunde in Großbritannien, sondern ist auch der Meinung, dass eine beträchtliche Ausweitung des Dienstes an der Wahrheit in Deutschland, Frankreich, der Schweiz, den Niederlanden, Schweden, Norwegen und anderen europäischen Ländern möglich sein könnte. Er wird diese verschiedenen Länder kurz besuchen, sich mit den Freunden beraten und, soweit er kann, die Möglichkeiten und Gelegenheiten der Gegenwart ausloten.

Die Ankündigungen für die ZWEITÄGIGEN CONVENTIONS für die Reise lauten wie folgt:

- London, England ................... 25., 26. April
- Stockholm, Schweden ................... 2., 3. Mai
- Glasgow, Schottland ................... 9., 10. Mai
- Liverpool, England ................... 16., 17. Mai
- Thun, Schweiz ........................ 23., 24. Mai